Metaphern im deutschen und polnischen Fußballjargon
Eine semantische kontrastive Analyse aus kognitiver Sicht
Zusammenfassung
Leseprobe
Inhaltsverzeichnis
- Abdeckung
- Titelblatt
- Urheberrechtsseite
- Inhaltsverzeichnis
- Danksagung
- Einleitung
- 1. Stand der Forschung zu Metaphern
- 1.1 Stand der Forschung zu Metaphern in der Sport- und Fußballsprache
- 1.1.1 Die nicht kontrastiven Forschungen der Metaphern in der Sportsprache
- 1.1.2 Die kontrastiven Forschungen der Metaphern in der Sportsprache
- 1.1.3 Die nicht kontrastiven Forschungen der Metaphern in der Fußballsprache
- 1.1.4 Die kontrastiven Forschungen der Metaphern in der Fußballsprache
- 1.2 Fußballlexikografie
- 2. Sportsprache
- 2.1 Begriffseinordnung Sportsprache
- 2.2 Zum Begriff Fachsprache
- 2.3 Zum Begriff Sportsprache
- 2.3.1 Strukturen der Sportsprache
- 2.3.2 Stilistische Kategorien der Sportsprache
- 2.4 Zum Begriff Fußballsprache
- 3. Metapher
- 3.1 Metapherntheorien
- 3.1.1 Substitutionstheorie
- 3.1.2 Vergleichstheorie
- 3.1.3 Interaktionstheorie
- 3.1.4 Pragmatische Theorie der Metapher/Reinterpretationstheorie
- 3.1.5 Bildfeldtheorie
- 3.1.6 Kognitive Metapherntheorie
- 3.1.6.1 Konzeptuelle Metapherntheorie nach Lakoff und Johnson
- 3.1.6.2 Klassifikation der konzeptuellen Metaphern
- 3.1.6.2.1 Strukturmetaphern/strukturelle Metaphern
- 3.1.6.2.2 Orientierungsmetaphern/Raummetaphern
- 3.1.6.2.3 Ontologische Metaphern
- 4. Motivation
- 4.1 Zum Begriff Motivation
- 4.2 Motivierte und unmotivierte Ausdrücke
- 4.3 Grad der Motivation
- 4.4 Motiviertheitshypothesen und Motiviertheitstheorie
- 4.4.1 Konzeptuell-metaphorische Hypothese
- 4.4.2 Inferenzhypothese
- 4.4.3 Theorie des bildlichen Lexikons
- 4.4.3.1 Typologie der Motivation
- 4.4.3.1.1 Semantische Motivation
- 4.4.3.1.1.1 Metaphorische Motivation
- 4.4.3.1.1.2 Symbolische Motivation
- 4.4.3.1.1.3 Intertextuelle Motivation
- 4.4.3.1.2 Nicht-semantische Motivation
- 4.4.3.1.3 Blending der Motivationstypen
- 4.5 Motiviertheitsquellen
- 5. Methodologie
- 5.1 Korpuserstellung
- 5.1.1 Kriterien für die Auswahl der Korpusquellen
- 5.1.2 Datenkorpus: Identifikation von Metaphern
- 5.1.3 Bestimmung der Äquivalenz von metaphorischen Ausdrücken für die semantisch-kognitive Analyse
- 5.2 Analyse und Methode der Klassifizierung der Metaphern
- 5.2.1 Beschreibung von Tabellen
- 5.2.2 Beschreibung der Motivation
- 5.2.3 Beschreibung der Äquivalenzpaare
- 6. Analyse der Metapher
- 6.1 Analyse der Metapher mit der Zieldomäne: Person
- 6.2 Analyse der Metapher mit der Zieldomäne: Gegenstand
- 6.3 Analyse der Metapher mit der Zieldomäne: Handlung
- 7. Bestimmung der Motivation von Metaphern
- 8. Analyse der Äquivalenzpaare
- 8.1 Beschreibung der Äquivalenzpaare nach bestimmten Kriterien unter Berücksichtigung ihrer Zieldomänen
- 8.2 Übergreifende Beschreibung der ausgewählten repräsentativen Äquivalenzpaare
- 9. Zusammenfassung der Ergebnisse und abschließende Bemerkungen
- Tabellenverzeichnis
- Literaturverzeichnis
- Quellen-Wörterbücher
- Internetquellen
Danksagung
Die vorliegende Arbeit ist eine überarbeitete Fassung meiner Doktorarbeit, die unter Betreuung von Frau Prof. Magdalena Szulc-Brzozowska entstanden ist und am Institut für Linguistik an der Katholischen Universität Lublin „Johannes Paul II.” in Polen verteidigt wurde.
An dieser Stelle möchte ich allen danken, die mich in besonderem Maße bei der Anfertigung dieses Buches motiviert haben.
Zuerst möchte ich mich bei Frau Prof. Magdalena Szulc-Brzozowska für ihre wissenschaftliche Betreuung, umfangreiche Unterstützung, Geduld während meines Promotionsstudiums und ihre wertvollen Ratschläge bei der Erstellung meiner Dissertation bedanken.
Ich danke Herrn Prof. Andrzej Kątny, Frau Prof. Zofia Berdychowska und Frau Prof. Zofia Bilut-Homplewicz für ihre konstruktive Kritik und Hinweise, durch die diese Monografie ihre aktuelle Form annehmen konnte.
Mein großer Dank gilt auch meiner Familie und meinen Freunden für ihre uneingeschränkte Unterstützung. Besonderer Dank richtet sich an meinen Mann Bartosz, meine Mama Grażyna, meinen Papa Witold, meinen Bruder Marcin, meine Omas Kazimiera und Zofia sowie meinen Opa Mieczysław. Ich bin ihnen dankbar dafür, dass sie an mich glaubten und mich zum Schreiben dieser Arbeit ermutigten.
Magdalena Mucha-Borzęcka
Einleitung
Die vorliegende Arbeit widmet sich dem Thema „Metaphern im Fußballjargon“. Im Falle des Fußballjargons lässt sich eine erkennbare Forschungslücke bezüglich kontrastiver Analysen feststellen; die Anzahl der Publikationen zu diesem Thema ist relativ gering. Im Zentrum des Interesses steht eine kontrastive Analyse von Metaphern aus kognitiver Sicht.
Die vorliegende Arbeit wurde aufgrund des Interesses der Autorin für Fußball und für seine sprachliche Dimension initiiert. Die Arbeit kann als Einladung zur weiteren Diskussion über die Sportsprache betrachtet werden – unter besonderer Beachtung der Metapher als fundamentales Sprachphänomen und der ihr zugrunde liegenden Motivation.
Die Sportsprache besteht aus vielen Varianten und eine davon ist die Fußballsprache. Der Wortschatz der Fußballsprache ist umfangreich und für manchen Durchschnittsmenschen unverständlich. Die Struktur der Fußballsprache lässt sich in drei Bereiche unterteilen, nämlich in die Regelsprache, die Sprache der Sportberichterstattung und den Jargon.
Das Hauptziel der vorliegenden Arbeit ist eine kontrastive Analyse der Metaphern im Fußballjargon unter Anwendung des kognitiven Ansatzes. Den theoretischen Hintergrund dieser Arbeit bilden die Kognitive Metapherntheorie und die Motivation. Es werden die Äquivalente metaphorischer Ausdrücke im Deutschen und im Polnischen anhand des selbstständig gebildeten Korpus bestimmt und einander gegenübergestellt. Diese Arbeit zeigt nicht nur eine Auflistung der Äquivalenzpaare, sondern veranschaulicht auch ein gemeinsames Element der metaphorischen Übertragung. Es wird die konzeptuelle Struktur der Metaphern in beiden Sprachen beschrieben. Außerdem werden die Motivationstypen erkannt und die Motivationsquellen der deutschen und polnischen Metaphern analysiert, welche die Entstehung der Metaphern beeinflussten. Die Autorin bezweckt dadurch, zum besseren Verständnis und zur erleichterten Kommunikation im Bereich des Jargons im Deutschen und Polnischen sowie in kontrastiver Sicht beizutragen.
Die Analyse zielt darauf ab, die folgenden Forschungsfragen zu beantworten:
- Welche Ausdrücke im Text sind als metaphorisch zu identifizieren?
- Haben die jeweiligen metaphorischen Ausdrücke Synonyme, die ebenfalls metaphorisch sind?
- Gelten die untersuchten metaphorischen Ausdrücke als lexikalisierte oder als nicht lexikalisierte Einheiten?
- Was ist die Grundlage für die Bestimmung der Äquivalenz der deutschen und polnischen metaphorischen Ausdrücke? Gibt es Fälle, in denen mehrere gemeinsame Elemente der metaphorischen Übertragung für das Äquivalenzpaar genannt werden können?
- Sind äquivalente Ausdrücke in jedem Fall totale Äquivalente 1:1?
- Haben die jeweiligen Äquivalente im Deutschen und im Polnischen die gleiche morphologisch-syntaktische Form? Welche Form der metaphorischen Ausdrücke dominiert (Einzelwörter, Nominalphrasen oder Verbalphrasen)?
- Weisen äquivalente Ausdrücke im Deutschen und im Polnischen Ähnlichkeiten und Unterschiede auf, wenn es sich um Quelldomäne, Bildvorstellung, wortwörtliche und nicht wortwörtliche Bedeutungen der metaphorischen Ausdrücke, Motivationstyp, Motivationsquelle handelt?
- Welche Quelldomänen bestimmen die jeweilige Zieldomäne? Ist die Hauptquelldomäne mit der Zieldomäne identisch oder unterschiedlich? Welche semantische Bereiche werden von Quelldomänen und Zieldomänen repräsentiert?
- Welcher Zusammenhang besteht zwischen Quelldomäne und Bildvorstellung eines Ausdrucks?
- Gibt es metaphorische Ausdrücke mit nicht wortwörtlicher (nicht fußballbezogener) Bedeutung? Welche Bedeutung, die wortwörtliche oder die nicht wortwörtliche Bedeutung eines metaphorischen Ausdrucks, beeinflusst die Bedeutung der Metapher?
- Welche metaphorische Konzepte konstruieren den Fußballjargon im Deutschen und Polnischen?
- Welche Motivationstypen und Motivationsquellen liegen den untersuchten Metaphern zugrunde? Welche Motivationstypen und Motivationsquellen kommen im Deutschen und im Polnischen am häufigsten und welche am seltensten vor? Ist es möglich, einer Metapher mehrere Motivationstypen gleichzeitig zuzuordnen?
Laut der kognitiven Linguistik ist die Metapher ein grundlegendes sprachliches Phänomen. Seit Jahren wird sie auf verschiedenen Ebenen und aus unterschiedlichen Perspektiven analysiert. Im Rahmen der Erforschung der Metapher ergeben sich immer wieder neue Fragen, wobei auch frühere Fragestellungen aus Philosophie, Rhetorik und Sprachwissenschaft weiterhin aktuell sind. Die kognitive Linguistik ordnet der Metapher den Wert einer kognitiven, grundlegenden Struktur im alltäglichen Sprachgebrauch zu. Die Metapher spielt sowohl in der Allgemeinsprache als auch in der Fachsprache und im Jargon eine wesentliche Rolle. Die Metapher gilt als Werkzeug zur Darstellung schwer verständlicher Sachverhalte. Abstrakte, physisch nicht wahrnehmbare und schwer erfassbare Sachverhalte werden durch konkrete Inhalte erklärt. Daraus ergibt sich die Frage, ob es viele Metaphern im Fußballjargon gibt und mit welchen Metaphern der moderne Fußball konzeptualisiert wird.
Die Arbeit besteht aus 9 Kapiteln, einem theoretischen Teil (Kapitel 1, 2, 3, 4) und einem empirischen Teil (Kapitel 5, 6, 7, 8, 9).
Kapitel 1 gibt einen Überblick über die Forschungen der Metapher in der Sportsprache und der Fußballsprache. Der Fokus liegt dabei auf den Publikationen zur kontrastiven sowie einsprachigen Analyse. Berücksichtigt werden dabei nicht nur auf die polnische und deutsche Sprache bezogene Publikationen, sondern auch auf andere Sprachen. Nach der Darstellung des Forschungsstands über Metaphern wird ein Verzeichnis der bisherigen Fußballlexikografie präsentiert, insbesondere bezüglich der Sprachen Deutsch und Polnisch. Es werden einsprachige, zweisprachige und mehrsprachige Wörterbücher der Fußballsprache ausgewertet.
Kapitel 2 behandelt den Status und die Charakteristik der Sportsprache. Der Schwerpunkt liegt auf der Klassifikation der Sportsprache, insbesondere im Hinblick auf Jargon, Soziolekt, Fachsprache und Sondersprache; die Sportsprache wird als Fachsprache definiert. Es folgt eine Erklärung der Fachsprache in der polnischen und deutschen einschlägigen Literatur. Dabei werden typische Eigenschaften, Strukturen und stilistische Kategorien der Sportsprache beschrieben. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Fußballsprache als Subkategorie der Sportsprache.
Kapitel 3 enthält eine Charakteristik der Metapher. Es handelt sich um einen Überblick über die Theorien der Metapher: Substitutionstheorie, Vergleichstheorie, Interaktionstheorie, pragmatische Theorie der Metapher/Reinterpretationstheorie sowie die Bildfeldtheorie. Den Mittelpunkt bildet die Kognitive Metapherntheorie von Lakoff und Johnson.
Kapitel 4 widmet sich der Motivation, die u. a. mit der Metaphorik verbunden ist. Darunter werden die Erklärung des Terminus Motivation, motivierte und unmotivierte Ausdrücke, der Grad der Motivation, Motiviertheitshypothesen und Motiviertheitstheorie sowie Motiviertheitsquellen besprochen.
In Kapitel 5 werden die Methodologie und das Vorgehen der empirischen Untersuchung präsentiert. Die Autorin versucht, eine geeignete und innovative Methode zur kontrastiven Metaphernanalyse zu entwickeln. Es werden die Auswahl der Korpusquellen, die Identifikation von Metaphern im Fußballjargon, die Ordnung der Metaphern nach Zielbereichen, die Festlegung der Äquivalenz metaphorischer Ausdrücke, die Systematisierung und die Rekonstruktion der metaphorischen Konzepte nach Herkunftsbereichen der metaphorischen Ausdrücke, die Beschreibung von Tabellen mit äquivalenten Metaphern, die Auswertung der Metaphern nach Motivationsquellen, Motivationstypen und der Interpretation der Ergebnisse nach bestimmten Kriterien dargestellt.
In Kapitel 6 wird die Analyse der Korpusdaten dargelegt. Die Autorin verbindet deutsche Fußballausdrücke und ihre polnischen Äquivalente. Die Entsprechungen werden in tabellarischer Form dargestellt. Die metaphorischen Ausdrücke werden nach Zieldomänen Person, Gegenstand, Handlung kategorial untergliedert. Es erfolgt eine Unterscheidung zwischen der wörtlichen und metaphorischen Bedeutung der untersuchten Ausdrücke.
In Kapitel 7 werden die Motivationsquellen und die Motivationstypen für alle deutschen und polnischen Metaphern separat bestimmt.
Kapitel 8 charakterisiert die Äquivalenzpaare nach Kriterien wie Quelldomäne, Bildvorstellung, gemeinsames Element der metaphorischen Übertragung und Motivationstypen in stichpunktartiger Form. Vier ausgewählte Äquivalenzpaare aus vier unterschiedlichen Kategorien werden repräsentativ dargestellt und eingehend analysiert.
Das letzte Kapitel enthält eine Zusammenfassung der Forschungsergebnisse und die Schlussbemerkungen.
1. Stand der Forschung zu Metaphern
In der vorliegenden Arbeit gibt die Autorin einen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung sowohl der Metaphern aus den Bereichen Sport und Fußball als auch der Fußballlexikografie.
Im ersten Unterkapitel wird der Forschungsstand zu Metaphern präsentiert. Das Unterkapitel umfasst vier thematische Teile. Der erste Teil widmet sich den Arbeiten über die nicht kontrastive Metaphorik in der Sportsprache. Im Anschluss daran werden die kontrastiven Forschungen zu Metaphern in der Sportsprache präsentiert. Im Fokus des dritten Teils stehen dagegen die Publikationen, die die nicht kontrastive Metaphorik nicht in der Sportsprache generell, sondern lediglich in der Fußballsprache betreffen. Abschließend werden die kontrastiven Untersuchungen der Metaphern ebenso nur in der Fußballsprache dargestellt.
Im zweiten Unterkapitel wird die Fußballlexikografie dargestellt. Im Folgenden werden die Anfänge der Fußballsprache in Deutschland und in Polen beschrieben sowie die Wörterbücher mit der deutschen und polnischen Fußballterminologie beleuchtet. Schließlich werden noch die sprachwissenschaftlichen Interessen an der Fußballsprache in den letzten Jahren geschildert.
1.1. Stand der Forschung zu Metaphern in der Sport- und Fußballsprache
Im Fokus dieses Unterkapitels stehen nicht kontrastive und kontrastive Monografien sowie wissenschaftliche Beiträge zur Metaphorik in der Sportsprache, insbesondere in der Fußballsprache. Berücksichtigt werden dabei nicht nur deutsche und polnische Arbeiten, sondern auch Publikationen, die andere Sprachen betreffen. Bei der Durchsicht wird auf die Vielschichtigkeit der Metaphernproblematik in der Sportsprache ein besonderes Augenmerk gelegt.
1.1.1. Die nicht kontrastiven Forschungen der Metaphern in der Sportsprache
Im Vergleich zu kontrastiven Untersuchungen der Sportmetaphorik haben die nicht kontrastiven Forschungen eine jahrzehntelange Tradition. Das Thema wird seit den 60er Jahren des XX. Jahrhunderts diskutiert. Das erste Buch dieser Art ist „Die Metaphorik des Sports in der deutschen Gegenwartssprache“ von Werner Haubrich aus dem Jahre 1963, das der deutschen Sprache gewidmet ist. Der erste wissenschaftliche Artikel erscheint 1974 mit dem Titel „Szablon metaforyki nagłówków w prasie sportowej“, der wiederum von dem polnischen Sprachwissenschaftler Jan Miodek geschrieben wurde. Er beschäftigt sich mit der Sprache der Radio- und Fernsehkommentatoren, wobei er auf den psychologischen Aspekt der Metaphern, die oft einen grotesken, pathetischen Charakter haben, hinweist. Mit der Sprache der englischen Kommentatoren befassen sich später Evangelisti Allori (2005) und Trübner (1985). Es entstehen noch andere Werke, u. a. von Koukkula (1994) und von Mückel (2019) im Deutschen oder von Pickup (1989) im Französischen. Nach dem Jahre 2000 gewann diese Problematik stark an Bedeutung, was sich in einer großen Zahl von Arbeiten zu diesem Thema widerspiegelt. Auf die Sportsprache in der Presse konzentrieren sich Almeida, de Sousa, Siekiera, Kasra und Rose. Almeida und de Sousa (2015) stellen kognitive Analyse der Metaphern im Portugiesischen dar, Kasra (2006) im Deutschen und Siekiera (2011) im Polnischen. Dagegen Rose (2014) recherchiert nur Metaphern mit dem Lexem Doping in den deutschen alltagssprachlichen Texten. An dieser Stelle soll eine Publikation von Küster (2009) in der deutschen Sprache hervorgehoben werden; es werden hier Bedeutung, Struktur und Funktion der sportlichen Metaphorik beschrieben. Es soll beachtet werden, dass das Thema der Arbeiten auch die Metaphern der konkreten Sportdisziplin ist, wie z. B. die konzeptuellen Metaphern in der polnischen Radfahrersprache (Wiertlewski 2008; 2016). Die neueste Publikation „Rozszerzenie użycia francuskiego słownictwa sportowego. Metafory sportowe we francuskim dyskursie medialnym“ von Dorota Antoniewska-Lajus stammt aus 2022, die die Sportmetaphern für den französischen Mediendiskurs auffasst. Die Sportmetapher im politischen Diskurs ist auch ein gern aufgenommenes Thema. Als Beispiel gelten die Publikationen von Bineham (1991) im Englischen, Burkhardt (2012) im Deutschen, Moreno Lara (2004) im Spanischen und Bopodulnha (2015) im Russischen. Es gibt auch Arbeiten, die Sportmetaphorik nur teilweise betreffen. Es kann eine Sammelarbeit von Roikienė et al. (2011) erwähnt werden, die militärische Metaphern in verschiedenen Diskursen, u. a. im Sportdiskurs im Englischen betrifft. In einer anderen Arbeit behandelt Seklecka (2017) die verschiedenen Metapherntypen, u. a. Metapher des Sports in polnischsprachigen Fernsehsendungen am Beispiel eines Wahlkampfes.
Details
- Seiten
- 372
- Erscheinungsjahr
- 2026
- ISBN (PDF)
- 9783631921012
- ISBN (ePUB)
- 9783631935927
- ISBN (Hardcover)
- 9783631921005
- DOI
- 10.3726/b22784
- Sprache
- Deutsch
- Erscheinungsdatum
- 2026 (Januar)
- Schlagworte
- Metapher Fußballsprache Jargon Fachsprache kontrastive Analyse Deutsch-Polnisch kognitive Linguistik kognitive Semantik Motivation Terminologie Lexikographie
- Erschienen
- Berlin, Bruxelles, Chennai, Lausanne, New York, Oxford, 2026. 372 S., 4 Tab.
- Produktsicherheit
- Peter Lang Group AG