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Koloniale Migration und Integration in der „zweiten Heimat“: Dritte Räume im Jungen aus Duala

von Giresse Teikeu (Autor:in)
16 Seiten
Open Access
Journal: literatur für leser:innen Band 47 Ausgabe 2 Erscheinungsjahr 2024 pp. 109 - 124

Zusammenfassung

Dieser Beitrag widmet sich der Erkundung dritter Räume in Dualla Misipos Roman Der Junge aus Duala. Im Fokus steht deren ambivalente Rolle im Integrationsprozess des kamerunischen Protagonisten Ekwe Njembele in seiner ‚zweiten Heimat‘ Deutschland. Sport, Musik und Liebe bzw. die damit verbundenen dritten bzw. hybriden Räume ‚Sportplatz‘, ‚Klublokal‘ und ‚Musikzimmer‘ unterstützen seine Integration, offenbaren gleichzeitig aber auch den Rassismus, die Diskriminierung und die Vorurteile, die die Wahrnehmung des (ehemals) Kolonisierten durch die Kolonisierenden während und auch noch nach der Kolonialzeit prägten. Durch die Analyse der konkreten Räume und damit verbundenen Figurenkonstellationen im Roman kann gezeigt werden, wie ihre literarische Gestaltung als eine Strategie der Entlarvung der damaligen ‚Rassenideologie‘ und der von ihr geschaffenen hierarchisierenden Gegensätze (Kolonie/‚Mutterland‘, Schwarz/weiß, Primitivität/Zivilisation usw.) sowie der Betonung des ‚Dazwischens‘ und der Ambivalenz fungiert.

Details

Seiten
16
DOI
10.3726/lfl.2024.02.02
Open Access
CC-BY
Erscheinungsdatum
2026 (Februar)
Schlagworte
Kolonisation Migration Dritte Räume Integration Dualla Misipo
Produktsicherheit
Peter Lang Group AG

Biographische Angaben

Giresse Teikeu (Autor:in)

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Titel: Koloniale Migration und Integration in der „zweiten Heimat“: Dritte Räume im Jungen aus Duala