Zur Entwicklung des (west)deutschen Berufsbildungsgesetzes
Eine Analyse der interessenpolitischen Diskurse (1919–1969) unter besonderer Berücksichtigung der Rolle des „Lehrlings“
14 Pages
Open Access
Journal:
Pädagogische Rundschau
Volume 80
Issue 3
Publication Year 2026
pp. 267 - 280
Summary
1969 wurde in Westdeutschland das Berufsbildungsgesetz verabschiedet. Dessen konflikthafte Geschichte des politischen Aushandlungsprozesses, der bereits unmittelbar mit dem Ende des Zweiten Kaiserreiches begann, ist geeignet, als Beispiel institutioneller Stabilisierung und damit als Beleg für die Pfadabhängigkeit des deutschen dualen Modells der beruflichen Erstausbildung verstanden zu werden. In dieser Deutung erscheinen die Auseinandersetzungen um die Organisation der Lehrlingsausbildung als Teil einer schrittweisen Modernisierung, in der sich historisch gewachsene Strukturen an veränderte wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedingungen anpassen. Eine solche Deutung erklärt jedoch nur begrenzt, warum gerade bestimmte Traditionen fortgeführt wurden, während andere zeitgleich existierende Reformansätze marginalisiert blieben.
Details
- Pages
- 14
- DOI
- 10.3726/PR032026.0025
- Open Access
- CC-BY
- Publication date
- 2026 (May)
- Keywords
- entwicklung berufsbildungsgesetzes eine analyse diskurse berücksichtigung rolle lehrlings
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