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Mission écologie/Auftrag Ökologie

Tensions entre conservatisme et progressisme dans une perspective franco-allemande/Konservativ-progressive Ambivalenzen in deutsch-französischer Perspektive

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Edited By Olivier Hanse, Annette Lensing and Birgit Metzger

Au XXe siècle, l’écologie est devenue, en France comme en Allemagne, un sujet social et politique de premier ordre. Quelle place occupent les divers acteurs, leurs idées et leurs modes d’engagement dans le paysage politique allemand et français ? Quels rapports entretenaient-ils ? Dans quelle mesure les débats sur le positionnement difficile de l’écologie politique sur l’axe traditionnel gauche-droite aboutissent-ils à des prises de position différentes en France et en Allemagne ? Ces questions sont au centre des contributions de cet ouvrage, qui s’inscrit dans une approche transnationale de l’histoire environnementale du XXe siècle et inclut dans sa réflexion, en plus des mouvements et partis politiques, des modes d’expression et d’engagement comme le syndicalisme, la culture du corps, la naturopathie et l’agriculture biologique.

 

Im 20. Jahrhundert wurde die Ökologie in Frankreich wie in Deutschland zu einem zentralen politischen und gesellschaftlichen Thema. Wie lassen sich die unterschiedlichen Akteure, ihre Ideen und Handlungsweisen in den politischen Landschaften in Deutschland und Frankreich verorten? Wie bezogen sie sich aufeinander? Inwiefern rufen die Debatten zur schwierigen Verortung der politischen Ökologie im Rechts-Links-Schema in beiden Ländern unterschiedliche Stellungnahmen hervor? Diese Fragen stehen im Zentrum dieses Bandes, der sich einer transnationalen Umweltgeschichte im 20. Jahrhundert verschreibt und über die politischen Bewegungen und Parteien hinaus vielfältige Ausdrucks- und Handlungsformen wie die Gewerkschaften, die Körperkultur, die Naturheilkunde und die biologische Landwirtschaft miteinbezieht.

 

 

 

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«Eine [grenzüberschreitende] Entscheidungsschlacht gegen Atomkraftwerke»? Die erste grüne Wahlkampagne für das europäische Parlament in Westdeutschland und Frankreich und ihre Folgen (Stephen Milder)

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«Eine [grenzüberschreitende] Entscheidungsschlacht gegen Atomkraftwerke»?

Die erste grüne Wahlkampagne für das europäische Parlament in Westdeutschland und Frankreich und ihre Folgen

Stephen Milder*

Das Motto «think globally, act locally» wurde als «Gründungsmythos» der französischen Umweltbewegung bezeichnet.1 Weil sie von der Graswurzelebene aufwärts arbeiteten und über Paris hinausdachten, bestritten französische Ökologen sowohl etablierte politische Praktiken als auch kulturelle Normen im zentralisierten Staat. Auch in der BRD verstanden die Protagonisten lokaler Umweltproteste ihre Aktivitäten als weit von der nationalen Politik entfernt. Die berühmten Proteste gegen das geplante Kernkraftwerk Wyhl etwa, wurden von Winzern und anderen Teilen der betroffenen lokalen Bevölkerung vorangetrieben. Sie machten sich um ihre Dörfer, ihre Lebensweise und letztendlich auch um ihre ländliche Arbeit Sorgen. Doch zur selben Zeit beschrieb die wichtige Studie des Club of Rome mit dem Titel Die Grenzen des Wachstums den Abbau der natürlichen Ressourcen als globales Problem, das in der nahen Zukunft Menschen überall betreffen würde, ohne Rücksicht auf jegliche Grenzen. Der Umwelthistoriker J.R. McNeill hat diese zwei Tendenzen, die sich gleichzeitig aber unterschiedlich entwickelten, «globalized environmentalism» and «global-scale environmentalism» genannt. Während der erste Begriff die Entstehung lokal-fokussierter Umweltbewegungen überall auf der Welt beschreiben soll, beschreibt der zweite Begriff das zunehmende ← 209 | 210 → Verständnis für Probleme wie den Klimawandel oder das Ozonloch, die ganze oder zumindest große Teile des Globus betreffen.2

Trotz dieser Betonung von lokalen Protesten und...

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