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Simpliciana XXXVIII (2016)

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Peter Heßelmann

Dieser Jahrgangsband der Simpliciana enthält 19 Vorträge, die während der interdisziplinären Tagung zum Thema «Schuld und Sühne im Werk Grimmelshausens und in der Literatur der Frühen Neuzeit» vom 23. bis zum 25. Juni 2016 in Oberkirch und Renchen gehalten wurden. Darüber hinaus fanden zehn weitere Beiträge Eingang in das neue Jahrbuch. In der Rubrik «Rezensionen und Hinweise auf Bücher» werden wie gewohnt Besprechungen von Neuerscheinungen zum simplicianischen Erzähler, zu weiteren Autoren und zur Literatur- und Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit veröffentlicht.

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„valide et varie delectat hic lusus“. Lateinische Chronogramme in Straßburger Drucken (1610–1627) von Brülow, Dannhauer, Gloner, Moscherosch und Polus (Michael Hanstein)

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MICHAEL HANSTEIN (Ditzingen)

„valide et varie delectat hic lusus“.Lateinische Chronogramme in Straßburger Drucken (1610–1627) von Brülow, Dannhauer, Gloner,

Moscherosch und Polus

Im Mai 1611 heiratete Matthias Bernegger (1582–1640), Lehrer der Prima an der Straßburger Akademie und späterer Professor für Geschichte, Maria Jacobea Kehner (vor 1594?–1657), die Tochter des Hans Caspar Kehner, des Schaffners der Straßburger Münsterbauhütte.1 Zur Hochzeit erschien ein dünner Faszikel mit sieben Epithalamien, die mehrheitlich von mit Bernegger befreundeten Kommilitonen stammen.2 Zu diesen gehört auch Caspar Brülow, der in der Umgebung der pommerschen Kleinstadt Pyritz gebürtige spätere Lehrer und Rektor am Straßburger Gymnasium und Professor für Poesie sowie Geschichte der angeschlossenen Universität.3

Brülow verfasste zwei Gedichte auf Berneggers Hochzeit. Sein erstes eröffnet den Faszikel und stellt mit 90 Distichen dessen längstes Epithalamium dar. Hier erläutert der Pommer in mythologischer Ver ← 529 | 530 → klärung die Vorgeschichte der Hochzeit. Der Gott Cupido, von seiner Mutter Venus Bernegger als Schüler übergeben, habe dessen harte Erziehung nicht ertragen und seinen Lehrer mit dem Pfeil der Liebe zur Kehnerin verletzt.

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