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Simpliciana XXXVIII (2016)

Series:

Peter Heßelmann

Dieser Jahrgangsband der Simpliciana enthält 19 Vorträge, die während der interdisziplinären Tagung zum Thema «Schuld und Sühne im Werk Grimmelshausens und in der Literatur der Frühen Neuzeit» vom 23. bis zum 25. Juni 2016 in Oberkirch und Renchen gehalten wurden. Darüber hinaus fanden zehn weitere Beiträge Eingang in das neue Jahrbuch. In der Rubrik «Rezensionen und Hinweise auf Bücher» werden wie gewohnt Besprechungen von Neuerscheinungen zum simplicianischen Erzähler, zu weiteren Autoren und zur Literatur- und Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit veröffentlicht.

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Stefan Manns: Grenzen des Erzählens. Konzeption und Struktur des Erzählens in Georg Philipp Harsdörffers „Schauplätzen“. (Hans-Joachim Jakob)

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Stefan Manns: Grenzen des Erzählens. Konzeption und Struktur des Erzählens in Georg Philipp Harsdörffers „Schauplätzen“. Berlin: Akademie-Verlag 2013 (Deutsche Literatur. Studien und Quellen 14). 311 S., 6 Abb.

Der Nürnberger Georg Philipp Harsdörffer hat ein äußerst vielfältiges literarisches Werk hinterlassen. Schwer zu überschauen sind seine voluminösen Sammlungen von Kurzerzählungen zumeist in Anlehnung an das gleichfalls uferlose Œuvre des französischen Bischofs Jean-Pierre Camus (1584–1652). Hier sind Der Grosse Schau-Platz Lust- und Lehrreicher Geschichte (ab 1648) und Der Grosse Schau-Platz Jämmerlicher Mord-Geschichte (ab 1649) die im 17. Jahrhundert erfolgreichsten und bis heute bekanntesten Kompilationen Harsdörffers, die sich auch in der Barockforschung einer gewissen Beliebtheit erfreuen. Die Interessen richteten sich in jüngerer Zeit allerdings auf einzelne Erzählungen aus den Sammlungen oder kleinere Gruppen von thematisch verwandten Texten. Die letzten monographischen Untersuchungen der beiden Anthologien datieren zurück auf die Mitte des 20. Jahrhunderts.1 Allein schon aus diesem Grund ist die vorliegende Studie von Stefan Manns (Diss. FU Berlin 2010) überaus begrüßenswert.

Manns formuliert sein Erkenntnisinteresse bündig in der „Einleitung“ (Kap. I, S. 11–18), soll es im Verlauf der Untersuchung doch darum gehen, mit welchen erzählerischen Strategien Harsdörffer bestimmte frühneuzeitliche Wissensbestände an den Leser bringt. Hier kündigt Manns die Aufdeckung von „vier narrative[n] Muster[n]“ (S. 16) an, die in den Kapiteln V bis VIII anhand exemplarischer Historien genau ausgeführt werden. Kapitel II enth...

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