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Morgen-Glantz 28 (2018)

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Edited By Rosmarie Zeller-Thumm

Der vorliegende Band 28 der Zeitschrift Morgen-Glantz enthält die überarbeitete Fassung der Vorträge, die an der 27. Tagung der Christian Knorr von Rosenroth-Gesellschaft gehalten wurden. Anlässlich des Gedenkjahrs zur 500. Wiederkehr der durch die 95 Thesen Martin Luthers eingeleiteten Reformation, beschäftigte sich die Tagung mit dem Ringen um den rechten Glauben. Orthodoxie, Konfession und Toleranz 150 Jahre nach der Reformation. Tatsächlich wirkte der Aufruf des Reformators weit in das 17. Jahrhundert hinein und hatte gerade für die Zeitgenossen Christian Knorrs noch Auswirkungen auf ihren Alltag. Der vorliegende Band stellt deshalb die Frage nach den Wirkungen der Reformation und der auf sie reagierenden Reformbestrebungen auf der einen Seite und Rekatholisierungsbemühungen auf der anderen Seite. In diesem Band werden außerdem weitere Beiträge und Rezensionen veröffentlicht, die zum Aufgabenbereich der Gesellschaft und ihrer Zeitschrift gehören.

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Ein Altar von Asam als Provokation in Sulzbach? (Doris Gerstl)

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DORIS GERSTL

Ein Altar von Asam als Provokation in Sulzbach?

ABSTRACT: The High Altar painted by Hans Georg Asam 1710 for the parish church in Sulzbach reflects the Catholic Credo represented by count palatine Theodor Eustachius. As model of the composition of the painting served an engraving of Michel Dorigny after the „Assomption de la Vierge“ of Simon Vouet in the Oratory of the French Queen Anne d‘Autriche in the Palais Royal in Paris. It has to be considered as a paradigmatic example for the use of French inspirations by the Asam family.

Nachdem 1691 der Turm der Sulzbacher Pfarrkirche eingestürzt war und die Decken von Chor und Langhaus durchschlagen und den Hauptaltar im Chor sowie den Seitenaltar im nördlichen Seitenschiff zerstört hatte, stiftete Pfalzgraf Theodor Eustachius 1710 einen neuen Hauptaltar für den Chorraum.1 Das war ein heikles Unterfangen, wurde die Stadtpfarrkirche Sulzbachs entsprechend der Vereinbarung des Simultaneums im Jahr 1652 doch sowohl von Katholiken wie von Protestanten genutzt. Das Programm des Altars war mit der Tradition des Ortes, der 1355 von Kaiser Karl IV. privilegierten Marienkirche, und der während der jesuitischen Rekatholisierungsmission 1627-1649 errichteten Altarausstattung abzustimmen und hätte sich im Sinne des Simultaneums mit einer neutralen Thematik an beiden Konfessionen orientieren können. Letzteres ist nicht der Fall. Denn die Stadtpfarrkirche wurde ab 1652 zwar von beiden Konfessionen genutzt, ihren Hauptaltar hatte jedoch Pfalzgraf Christian August den Katholiken überlassen.2

Auseinandersetzungen über die Verehrung der...

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