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Morgen-Glantz 28 (2018)

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Edited By Rosmarie Zeller-Thumm

Der vorliegende Band 28 der Zeitschrift Morgen-Glantz enthält die überarbeitete Fassung der Vorträge, die an der 27. Tagung der Christian Knorr von Rosenroth-Gesellschaft gehalten wurden. Anlässlich des Gedenkjahrs zur 500. Wiederkehr der durch die 95 Thesen Martin Luthers eingeleiteten Reformation, beschäftigte sich die Tagung mit dem Ringen um den rechten Glauben. Orthodoxie, Konfession und Toleranz 150 Jahre nach der Reformation. Tatsächlich wirkte der Aufruf des Reformators weit in das 17. Jahrhundert hinein und hatte gerade für die Zeitgenossen Christian Knorrs noch Auswirkungen auf ihren Alltag. Der vorliegende Band stellt deshalb die Frage nach den Wirkungen der Reformation und der auf sie reagierenden Reformbestrebungen auf der einen Seite und Rekatholisierungsbemühungen auf der anderen Seite. In diesem Band werden außerdem weitere Beiträge und Rezensionen veröffentlicht, die zum Aufgabenbereich der Gesellschaft und ihrer Zeitschrift gehören.

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Im rechten Glauben vereint – religiöse Toleranz und Differenz in Friedensdichtungen des 17. und 18. Jahrhunderts (Franziska Bauer)

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FRANZISKA BAUER

Im rechten Glauben vereint – religiöse Toleranz und Differenz in Friedensdichtungen des 17. und 18. Jahrhunderts

ABSTRACT: The essay examines the relationship between the German christianitas and the Ottoman Empire by analyzing poems written for peace treaties from the second half of the 17th century until the first half of the 18th century. The survey concentrates only on the Holy Roman Empire. The aim is to show how the Christians argued against their nemesis, the Muslims, in occasional poems and how this argumentation is effected by the peace treaties. It is assumed that the current peace treaties help to outgrow the confessional differences in the Empire and therefore, take action against the enemy from without. The poems function as a political issue.

Die Geschichte Europas ist durch mehrere Einfälle außereuropäischer Mächte gekennzeichnet: Der Einfall der Hunnen im 4. Jahrhundert, die Verbreitung der Araber auf der iberischen Halbinsel im 8. Jahrhundert sowie das Auftreten der Mongolen und osmanischen Türken auf der politischen Bühne Europas im 14. Jahrhundert.1 Dabei wurde die Bedrohung durch Andersgläubige erst mit den Osmanen in der europäischen Gesellschaft formuliert, was auch mit der zeitgleichen Erfindung und Ausbreitung des Druckgewerbes zusammenhing.2 Im 17. Jahrhundert ← 131 | 132 → entstand das Konzept der Türkengefahr,3 das im Folgenden unter besonderen Gesichtspunkten behandelt wird.

Betrachtet man die historische Forschung zum Verhältnis zwischen den Osmanen und dem Reich, stellt man schnell fest, dass die...

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