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Pure Leiblichkeit

Brasiliens Neokonkretismus (1957-1967)

Pauline Bachmann

Seit einiger Zeit ist Brasiliens Neokonkretismus in Ausstellungen, Katalogen und Publikationen in Europa präsent. Die Autorin nimmt erstmals auf Deutsch umfassende Werkanalysen vor und stellt den Schlüsselcharakter der neokonkreten Praktiken dar. Die Kunst- und Lyrikproduktion der Bewegung führte, so die Autorin, zu einer Umwertung und Neuauslegung des konkret-konstruktivistischen Gedankenguts der europäischen Avantgarden des frühen 20. Jahrhunderts. Diese Umwertungen schufen in Brasilien erst die Voraussetzungen dafür, haptische und sensorielle Komponenten ästhetischen Erlebens zum zentralen Ausgangspunkt künstlerischer Praxis zu erheben, für welche die späteren Arbeiten der brasilianischen Avantgarde-Ikonen Lygia Clark und Hélio Oiticica bekannt sind. Die Arbeit ist ein wichtiger Beitrag dazu, moderne und zeitgenössische künstlerische Praktiken aus Brasilien zu dekolonisieren, denn die Analysen zeigen auf, dass haptisch und plurisensoriell erfahrbare Kunstwerke aus Brasilien eben nicht auf einer angenommenen genuin sensorisch-sensiblen Konstituierung des Menschen in Brasilien beruhen, sondern vielmehr auf einer eigenwilligen, lokalen Rezeption europäischer Avantgardepraktiken.

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Vorwort

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Vorwort

Die vorliegende Arbeit wurde von der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich im Frühjahrssemester 2017 auf Antrag der Promotionskommission, Prof. Dr. Jens Andermann (hauptverantwortliche Betreuungsperson) und Prof. Dr. Tristan Weddigen als Dissertation angenommen.

Herr Prof. Dr. Gregor Stemmrich unterstützte dieses Projekt insbesondere in seiner Konzeptionsphase tatkräftig. Dafür gilt ihm mein herzlicher Dank. Für die inhaltliche Diskussion, deren Anregungen Eingang in diese Arbeit gefunden haben, bedanke ich mich bei meinen lieben Kolleg/innen Dr. Julia Kloss-Weber, Dr. Susanne Neubauer, Prof. Dr. Andreas Valentin, Felix Vogel, Dr. Jörn Schafaff, André Masseno, Dayron Carillo Morell, Dr. Bernhard Krieger und Dr. Eva Jansen. Für die moralische und technische Unterstüzung, das Buch zum Abschluss zu bringen, danke ich Stefanie und Glen Wernecke, Jutta Naumann, Santi Careta und Lotte Bachmann.

Pauline Bachmann

April 2017