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MIMOS 2020

Jossi Wieler

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Edited By Paola Gilardi

Jossi Wieler ist einer der prägendsten Schauspiel- und Opernregisseure im deutschsprachigen Raum. Kreation im Dialog und tiefgründige Erkundungen eines Stoffs auf seine gesellschaftspolitische Relevanz für die Gegenwart zeichnen sein Schaffen aus. Mehrstimmig gibt der vorliegende Band Einblick in seine Arbeitsweisen, die wechselseitige Inspiration im Probenprozess und die Ethik seiner Ästhetik.

Jossi Wieler est l’un des metteurs en scène de théâtre et d’opéra les plus influents de l’espace germanophone. Son art repose sur la création en dialogue et sur une exploration des pièces et partitions à la recherche de leur pertinence pour le monde d’aujourd’hui. A plusieurs voix, cet ouvrage met en lumière sa démarche, l’inspiration mutuelle dans le processus de répétition, et l’éthique de son esthétique.

Jossi Wieler è uno dei registi teatrali e d’opera più apprezzati nel mondo germanofono. La creazione in dialogo e lo scavo nelle pièce e partiture al fine di estrapolarne la rilevanza per il presente caratterizzano il suo lavoro. A più voci, questo volume mette in luce il suo approccio, l’importanza dell’ispirazione reciproca nel processo creativo, e l’etica della sua estetica.

As one of the defining theatre and opera directors in the German-speaking world, Jossi Wieler has developed his signature style by creating ideas through dialogue and dissecting works for their socio-political relevance for present-day audiences. In this volume, a range of voices shed light on his working methods, the significance of reciprocal inspiration in the creative process and the ethics of his aesthetic.

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Kreativität im Kollektiven

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Der Theater- und Opernregisseur Jossi Wieler erhielt 2020 den Schweizer Grand Prix Theater / Hans-Reinhart-Ring. Mit diesem wichtigsten Theaterpreis der Schweiz würdigt die Eidgenossenschaft Theaterschaffen von hoher Qualität und Relevanz. In diesem von der Corona-Pandemie geprägten Jahr konnte Jossi Wieler zusammen mit Sergio Morabito, mit dem er bislang über 25 Operninszenierungen realisierte, noch kurz vor dem Lockdown Ende Februar am Grand Théâtre de Genève Giacomo Meyerbeers Les Huguenots mit einer Publikumsbegrenzung von 1000 Personen zeigen. Damit war erstmals seit vielen Jahren eine Produktion des in Kreuzlingen geborenen und heute in Berlin lebenden Regisseurs in der Schweiz zu sehen. Zwei weitere seiner Premieren konnten unter eingeschränkten Bedingungen stattfinden: im Oktober kam seine Inszenierung von Peter Handkes neuem Stück Zdeněk Adamec am Deutschen Theater Berlin unter strengen Schutzmassnahmen auf die Bühne; am 14. Dezember streamte die Wiener Staatsoper Hans Werner Henzes Das verratene Meer. Diese drei Premieren widerspiegeln die schwierigen Umstände in diesem von Covid-19 geplagten Jahr, aber auch die Flexibilität und Kreativität der Kultur damit umzugehen.

Die Mitte Mai im Rahmen des Schweizer Theatertreffens im Theater Chur geplante Verleihung der Schweizer Theaterpreise musste, wie so viele Veranstaltungen im Frühjahr, abgesagt werden und konnte auch in einem kleineren ←12 | 13→Rahmen im November nicht nachgeholt werden. Somit war es leider nicht möglich, Jossi Wieler zusammen mit den anderen ausgezeichneten Künstler*innen persönlich zu treffen und gebührend zu würdigen. Die Schweizer Theaterpreise 2020...

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