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Wortbildung und Wirtschaftssprachen

Vergleich deutscher und italienischer Texte

Valentina Crestani

Dies ist der erste Beitrag zur substantivischen Wortbildung in den Wirtschaftsfachsprachen aus der kontrastiven Perspektive Deutsch – Italienisch. Der Band führt ein in die theoretischen Grundlagen der Fachsprachenforschung, der Wirtschaftssprachen und der Wortbildung des Substantivs. Den Kernteil bildet die Analyse von Wirtschaftstexten aus verschiedenen Textsorten (2007-2008). Dabei wird das Problem der Klassifizierung von Wortbildungsprodukten aus einer sprachübergreifenden Perspektive und deren Fachlichkeit untersucht: Liegen alle Komposita, alle Derivate auf derselben Ebene? Verfügen Wirtschaftswörter über denselben Grad an Fachlichkeit? Was verbirgt sich hinter dem Kompositum Eigenkapital/capitale proprio und den anderen Wortbildungen? Mit Hilfe von Fachwörterbüchern und von Beispielsätzen aus den analysierten Texten und aus den IDS-Korpora wird diesen Fragen auf den Grund gegangen.

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I Theoretischer Teil 13

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13 I Theoretischer Teil 1 Gegenstand und Ziel der Untersuchung Gegenstand meiner Untersuchung sind fachsprachliche Begriffe, die durch die substantivische Wortbildung linguistisch geäußert werden. Im Zentrum meiner Überlegungen stehen die schriftliche Verwendung der Wirtschaftssprachen, der Vergleich der Wortbildungsarten im Deutschen und im Italienischen und die wahrscheinlich unterschied- liche Frequenz der Wortbildungsmuster sowohl in einigen Textsorten als auch in den zwei berücksichtigten Sprachen. Im Rahmen dieser Arbeit kann nur ein Teilbereich des umfang- reichen und vagen Begriffes „Wirtschaftssprache“ in Betracht gezo- gen werden, so dass eine Eingrenzung einerseits in Bezug auf das untersuchte Korpus und andererseits hinsichtlich der analysierten sprachlichen Elemente erforderlich ist: Diese zwei Aspekte werden im zweiten und dritten Kapitel näher betrachtet. Die Wortbildung gehört zweifellos zu den gut erforschten Gebieten der Sprachwissenschaft insbesondere in der Germanistik: Man denke beispielsweise an die zahlreichen Monografien und Einführungen zum Thema (vgl. dazu Kapitel 3), die auch in den letzten Jahren veröffent- licht wurden. Der Ausgangspunkt dieser Veröffentlichungen ist aber in den meisten Fällen eine theorie-bezogene Perspektive, wobei der effektive Gebrauch der Wortbildung nicht im Mittelpunkt des Interesses steht1. Auf einer Seite erlaubt die Konzentration auf theoretische Bemerkungen eine fundierte Feststellung von Kategorien und Be- griffen. Auf der anderen Seite werden diese Kategorien nur in wenigen Fällen in der Praxis verifiziert und analysiert, wobei man unter Praxis den effektiven Gebrauch in verschiedenen Sachgebieten versteht. 1 Vgl. Elsen/Michel (2007, S. 1-16). Ausnahmen zu einer rein theoretischen Per- spektive stellen die von Barz/Schröder/Fix...

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