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Beurteilung der Sprechkompetenz in einer Fremdsprache

Theorie und Praxis der Einführung neuer Verfahren in einem schweizerischen Schulsystem (Fallstudie)

Sandra Hutterli

Mündlich ist nicht einfach mündlich, zeigt die Wissenschaft. Diese Erkenntnis fliesst nicht automatisch in den Schulalltag ein – obwohl Lehrpersonen nicht per se gegen Veränderungen im Schulalltag sind. Im vorliegenden Buch werden sowohl der sprachwissenschaftliche Diskurs (Analyseobjekt 1), als auch die Umsetzungsschwierigkeiten von Veränderungen (Analyseobjekt 2) erörtert.
Für beide Aspekte wird eine theoretische Ausgangslage beschrieben: Was ist das aktuelle Verständnis von Sprechkompetenz und deren Beurteilung in den Fremdsprachen? Worin grFremdsprachen? Worin gründen Umsetzungsschwierigkeiten von Veränderungen in der Schule als Organisation? Anhand einer während zweieinhalb Jahren durchgeführten Fallstudie mit den Sprachlehrpersonen der Sekundarstufe I und II eines ganzen Kantons, die detailliert beschrieben und dokumentiert ist, werden Gründe für die Differenz zwischen dem Stand der Wissenschaft und dem gelebten Schulalltag aufgezeigt.

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7 Analyse und Diskussion der Ergebnisse 377

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7 Analyse und Diskussion der Ergebnisse Im vorliegenden Kapitel werden die Ergebnisse der Fallstudie näher betrachtet und interpretiert. Dabei richtet sich das Vorgehen nach den Hypothesen (Kapitel 4) und es werden, wo sinnvoll, Rückbezüge zur Theorie (Kapitel 2 und 3) vorgenommen. Hauptziel der Analyse ist es, eine differenzierte Antwort auf die Frage zu erhalten, worin die Diffe- renz zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und deren Umsetzung in der Praxis begründet ist. Die diesbezügliche Hypothese lautet, dass sich diese Differenz im Bildungswesen stärker durch die Umsetzungs- schwierigkeiten von Veränderungen als durch den wissenschaftlichen Diskurs erklärt. Um eine differenzierte Antwort zu erhalten, die in der Folge konkrete Rückschlüsse auf Erfolgsfaktoren und Empfehlungen zum Umgang mit Veränderungen im Bildungswesen zulässt (Kapitel 8), wurden zur Haupthypothese zwei Teilhypothesen aufgestellt (Kapitel 4, Figur 4a). Diese bilden den Ausgangspunkt der Analyse und geben dem Kapitel die Struktur. Unter 7.1 wird bezüglich der Teilhypothese 1 unter- sucht, ob die Lehrpersonen im sprachwissenschaftlichen Teil gegenüber zielbezogenen Veränderungen offener sind als gegenüber methodischen. Kapitel 7.2 analysiert im Hinblick auf die Teilhypothese 2 mögliche Faktoren für Umsetzungsschwierigkeiten von Veränderungen (fragmen- tiertes Organisationsverständnis, fehlende entwicklungsorientierte Be- gleitung von Veränderungen und Widerstände). In Kapitel 7.3 wird schliesslich von den vorgängigen Analysen zu den zwei Teilhypothesen auf die Haupthypothese geschlossen. Schlussfolgerungen und Empfehlungen 378 7.1 Zielbezogene versus methodische Veränderungen (Teilhypothese 1) Die Teilhypothese 1 lautet: Lehrpersonen sind gegenüber Anpassungen der...

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