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Mexiko und das pazifische Asien in der frühen Kolonialzeit

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Berthold Riese

Wirtschaftliche und diplomatische Beziehungen Mexikos zu den Inseln Ostasiens während der frühen Kolonialzeit waren eine entscheidende Episode in der Globalisierung. In diesem Buch werden wenig bekannte schriftliche und bildliche Quellen veröffentlicht, die vor allem die Kontakte Mexikos mit Japan um das Jahr 1600 thematisieren. Diese Kontakte verliefen meist über die spanische Kolonie auf den Philippinen und fanden ihren Niederschlag in indianischen Chroniken und Wandmalereien in Mexiko. Die vorliegende Publikation erschließt diese Quellen durch Übersetzungen und Kommentare für die historische Forschung.

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Kapitel I: Mexiko und das pazifische Asien 11

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11 Kapitel I: Mexiko und das pazifische Asien 1 Die europäische Entdeckung der Südsee und der pazifischen Inseln Am 24. oder 29. September 1513 erreichte Vasco Núñez de Balboa nach Durchquerung der Landenge von Panamá als erster Europäer den Pazifi- schen Ozean, von dem Christoph Kolumbus schon zehn Jahre zuvor auf seiner vierten Amerika-Reise gehört hatte. Núñez de Balboa nannte ihn „Mar del Sur“ (‚Südmeer‘), weil das von seinem Standpunkt aus die Himmelsrichtung war, in der sich der neuentdeckte Ozean ausdehnte.1 Sieben Jahre später fährt Fernão de Magelhães2 mit dem Ziel der Weltumsegelung im Auftrag der spanischen Krone von San Lúcar de Barrameda an der Mündung des Guadalquivir in Andalusien aus, kreuzt den Atlantik und erreicht die Südküste Amerikas. Ihr folgte er weiter nach Süden und entdeckt am 10. November 1520 durch Zufall die nach ihm benannte Magellan-Straße in Feuerland. Sie durchfahrend erreichte er 18 Tage später den Pazifischen Ozean, dem er diesen Namen gab, weil er ihm im Kontrast zur eben befahrenen stürmischen See am Südzipfel Amerikas mit seiner hartnäckigen, das Fortkommen behindernden Wind- stille „friedlich“ erschien (Karte 1). Mit seinen langsamen und kleinen Schiffen erreichte Magelhães am 6. März 1521 nach endlosen Strapazen schließlich dennoch wohlbehalten die südlichste und größte Insel der Marianen, Guam,3 und von dort die 1 Plischke 1959, S.19. 2 So die korrekte portugiesische Schreibung. Im wissenschaftlichen Schrifttum...

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