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Schöne Kunst und reiche Tafel: über die Bilder der Speisen in Literatur und Kunst / Belle arti e buona tavola: sul significato delle pietanze nell’arte e nella letteratura

Beiträge der Tagungen Gießen (11./12. Oktober 2014) und Urbino (14./15. Oktober 2014) / Atti dei convegni di Gießen (11/12 ottobre 2014) e Urbino (14/15 ottobre 2014)

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Sandra Abderhalden, Michael Dallapiazza and Lorenzo Macharis

Dieser Band versammelt Beiträge zweier Tagungen zur Bedeutung von Essen und Trinken in Kunst und Literatur. Im Zentrum stehen Esskulturen und Praktiken vorrangig in der deutschen und italienischen Literatur vom Mittelalter bis zur Neuzeit. Der mehrsprachige, komparatistisch ausgerichtete Tagungsband spiegelt die Vielfältigkeit des kulinarischen Themas in literarischen und künstlerischen Werken auf umfassende Weise wider.
Questo volume raccoglie i contributi di due conferenze sul significato del cibo e delle bevande nell’arte e nella letteratura. Pietra angolare del libro è il tema delle culture e delle pratiche alimentari, illustrate con particolare attenzione alle letterature italiana e tedesca, dal medioevo ai nostri giorni. Partendo da una prospettiva comparatistica, il volume plurilingue rispecchia in modo esemplare la molteplicità del tema nelle tradizioni dell’arte e della letteratura.

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Esskultur und kulturelle Identität. Engländer in Italien im frühen neunzehnten Jahrhundert (Sandra Aabderhalden)

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sanDra aBDerhalDen Esskultur und kulturelle Identität. Engländer in Italien im frühen neunzehnten Jahrhundert Abstract: Die Auswahl der Ernährung und die Kriterien, die diese Auswahl bedingen, so- wie die symbolisch und kulturell mit dem Speisenverzehr verbundenen Tischsitten und - traditionen, sind wichtige Elemente einer kulturellen Identitätskonstruktion, die den Kulturkontakt zwischen verschiedenen Völkern stark prägen kann. Eine vergleichende Erforschung englischer und deutscher Reiseberichte zeigt, dass in der Italienreise des frühen neunzehnten Jahrhundert die Esskultur zu einem wichtigen Ausdrucksmittel der Selbstbehauptung der englischen Identität in der Fremde wurde� Durch die Analyse unterschiedlicher Wahrnehmungsmuster erschließt sich das Bild eines komplizierten und teilweise problematischen kulinarischen Kulturkontaktes� Geschmackskonserva- tivismen, der beklagte Mangel wichtiger Lebensmittel (wie beispielsweise die für den Tee unentbehrliche Milch), die Anforderung von Komforts sowie das Beibehalten von den in England alltäglichen Gepflogenheiten wurden zu kulturellen Distinktionsmerk- malen, die besonders von den deutschen Reisenden kritisch analysiert wurden� Keywords: Italienreise, Reiseliteratur, kulturelle Identität Im Jahre 1814 öffneten der Sturz Napoleons und der darauffolgende Wiener Kongress die Grenzen Englands zu den bislang für viele Reisenden wegen des Krieges unerreichbaren Kontinenten� Das frühe neunzehnte Jahrhundert wurde Zeuge eines erheblichen Flusses von englischen Reisenden, die sich auf die Spuren der Grand Tour begaben� Dank zahlreicher Denkmäler der klassischen Kultur und dem milden Mittelmeerklima wurde die italienische Halbinsel zum bevorzugten Reiseziel� In der Italienreise wurde das Essen zu einem wichtigen Ausdrucksmittel der Selbstbehauptung der englischen kulturellen Identität� Dieses lässt sich so-...

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