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«Warum schweigt die Welt?» Die Entführung von Berthold Jacob

Eine Dokumentation

Series:

Charmian Brinson and Marian Malet

Berthold Jacob war einer der bekanntesten deutschen Journalisten und Pazifisten der Weimarer Republik, der als Anti-Nazi und Jude schon 1932 Zuflucht in Straßburg fand. Im März 1935 wurde er durch die Gestapo über die schweizerisch-deutsche Grenze entführt und in Berlin verhaftet, was internationales Aufsehen erregte. Mit einer gründlichen Einführung versehen, enthält der vorliegende Band bisher unbekannte und unveröffentlichte Briefe und andere Dokumente, die eine detaillierte Chronik der Bemühungen der Freunde im Exil entwerfen, Jacob aus seiner Berliner Haft zu befreien. Zugleich wirft das Buch ein neues Licht auf die schwierigen, nervenaufreibenden Lebensumstände antinazistischer Exilanten in den Emigrationsländern Europas.
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Exil Dokumente

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Die Generation, die nach 1933 ins Exil mußte, stirbt aus. Über sechzig Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sind zahlreiche wichtige Zeugnisse deutschsprachigen Exils noch gänzlich unbekannt: sie liegen verborgen in Archiven, befinden sich im Privatbesitz oder in seltenen Exemplaren von Exilzeitschriften in Bibliotheken.

Ziel der vorliegenden Reihe ist es, ausgewählte Dokumente wissenschaftlich zu erschließen und einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Der Schwerpunkt liegt auf unveröffentlichten oder entlegen erschienenen literarischen Texten, Briefen und Tagebüchern, doch sollen auch Arbeiten, die sich auf neuentdecktes Dokumentationsmaterial stützen, sowie Tagungsberichte zur Exilthematik Eingang in die Reihe finden. Die Publikationssprachen sind Deutsch, Englisch und Französisch.

Deborah Judith Viëtor-Engländer ist in London geboren und aufgewachsen, studierte am University College in London Germanistik und Romanistik, war danach für den BBC German Service tätig, anschließend wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität des Saarlandes und promovierte 1986 in Tübingen mit einer Arbeit über «Faust in der DDR». Seit 1992 an der Technischen Universität Darmstadt. Veröffentlichungen u. a. über Elisabeth Castonier, Rainer Werner Fassbinder, Lion Feuchtwanger, Alfred Kerr, Heinrich Mann, Adam Scharrer, Hermynia Zur Mühlen, Arnold Zweig, über KZ-Tagebücher, die Vermittlung der Shoah-Thematik in Theater und Film sowie über Kinderbücher exilierter Schriftstellerinnen und Schriftsteller. ← 141 | 142 →

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