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Santiago de Compostela

Pilgerarchitektur und bildliche Repräsentation in neuer Perspektive

Edited By Bernd Nicolai and Klaus Rheidt

Die Kathedrale von Santiago de Compostela, als Ziel und Höhepunkt der Pilgerwege zum Jakobsgrab, darf heute mehr denn je Aufmerksamkeit beanspruchen, nicht nur als Ziel des Jakobsweges, sondern vor allem als architektonische und kulturgeschichtliche Quelle. Das mehrjährige Forschungsprojekt von Bernd Nicolai, Universität Bern und Klaus Rheidt, Universität Cottbus, «Die Kathedrale von Santiago de Compostela – Gestalt, Funktion und Programm», das den Bau und seinen architektur- und kunstgeschichtlichen Kontext von Grund auf neu untersucht, legt hier eine Zwischenbilanz vor. Der Band präsentiert erstmalig Ergebnisse zu Bauverlauf und Ausstattung auf der Basis einer neuen Bauforschung, Baugeschichte und Quellenanalyse und konfrontiert sie mit aktuellen internationalen Forschungen in Spanien, den USA, der Schweiz, Deutschland, England und Frankreich zum Themenbereich der Pilgerstraßenarchitektur und -skulptur.
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Vorwort

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Bernd Nicolai, Klaus Rheidt

Seit Antonio López Ferreiros epochalem Werk zur Geschichte der Kathedrale von Santiago de Compostela vor mehr als einem Jahrhundert hat die Erforschung dieses einzigartigen Bauwerks, seiner künstlerischen Ausstattung und seiner historischen Bedeutung zu Beginn des 21. Jahrhunderts einen neuen Höhepunkt erreicht. Nicht nur als zunehmend frequentiertes Pilgerzentrum, auch als Objekt der kunsthistorischen, baugeschichtlichen und historischen Forschung ist die Kathedrale mit ihren Annexbauten als Höhepunkt der Kunst und Kultur am Pilgerweg wieder in aller Munde. Treibende Kraft dieses neuerlichen wissenschaftlichen Interesses an Santiago und seiner Kathedrale ist die gleich auf mehreren Ebenen manifeste Erkenntnis, dass mit den herausragenden Arbeiten von López Ferreiro zur Geschichte und der grundlegenden Dissertation von Kenneth John Conant, 1926, zum Bauwerk eben nicht alles gesagt ist. Viele Fragen bleiben vielmehr bis heute offen bzw. werden kontrovers diskutiert, wobei die unterschiedlichen Gattungen, insbesondere die Skulptur, meist in separaten Untersuchungen, meist weitgehend losgelöst vom Bauwerk selbst und den Bedingungen eines komplexen Bauablaufs, abgehandelt werden.

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