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Internationales Alfred-Döblin-Kolloquium- Berlin 2011

Massen und Medien bei Alfred Döblin

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Stefan Keppler-Tasaki

Das «Kollektivwesen Mensch» hat die literarische Imagination und das intellektuelle Verantwortungsbewusstsein Alfred Döblins bis an die Grenzen der Sprache herausgefordert. Der Schriftstellerarzt verfolgte das Phänomen der Masse im Leben der Großstädte, in den Weltkriegen und in globalen Migrationsbewegungen. Es motiviert die exuberanten Textmassen seiner Romane ebenso wie seine experimentierfreudigen Feuilletons, Radio- und Filmtexte, die auf ein Massenpublikum hin angelegt sind. Die «richtige Einstellung auf die Masse» wurde ihm zu Problem und Aufgabe neuer literarischer Repräsentationsformen und einer medialen Massenbildung.
Der Band dokumentiert das 18. Internationale Alfred-Döblin-Kolloquium, das 2011 zum Thema «Massen und Medien bei Alfred Döblin» in Berlin tagte und auch für den Massendiskurs einschlägige Autoren wie Ernst Toller und Hans Fallada berücksichtigte.
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Nachruf auf Wulf Koepke: Ernst Ribbat

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Nachruf auf Wulf Koepke

Ernst Ribbat

Noch während des Döblin-Kolloquiums in Saarbrücken im Juni 2009 hat Wulf Koepke, verstorben am 16. Mai 2010, sich mit einem Vortrag über Arnold Zweigs Erziehung vor Verdun beteiligt und damit die Diskussion der spezifischen Thematik dieser Konferenz gefördert.

Dies war der letzte Beitrag einer fast unüberschaubar langen Reihe wissenschaftlicher Publikationen zu Jean Paul und Herder, zu Goethe und Kleist, vor allem zu Feuchtwanger, Heinrich Mann und allen Autoren der deutschen Exilliteratur.

Wulf Koepke wurde am 24. September 1928 in Lübeck geboren und ging dort zur Schule, erlebte als sechzehnjähriger den Volkssturm und die Bombardierung. Er studierte unter den schwierigen Bedingungen der Nachkriegszeit Germanistik und Philosophie in Freiburg i. Br. und in Paris. Nach seiner Freiburger Promotion über das satirische Frühwerk Jean Pauls wurde er Lektor für Deutsche Sprache und Literatur in Singapur, anschließend war er beim Goethe-Institut in München tätig, ehe er in den USA seine akademische Laufbahn beginnen konnte: in Chicago, Houston und lange Zeit an der Texas A & M-University. Seinen Ruhestand verbrachte er in der Nähe von Boston bzw. während der Sommermonate in Berlin. Durch Zahl und Qualität seiner Monographien, seiner Herausgeberschaften, Aufsätze und Rezensionen, durch die unermüdliche Teilnahme an Konferenzen besonders zum 18. Jahrhundert und zur Exilliteratur war Wulf Koepke einer der bekanntesten und sehr geschätzten Germanisten der USA.

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