Show Less

Image, Reproduction, Texte- Bild, Abbild, Text

Series:

Edited By Françoise Lartillot and Alfred Pfabigan

Les relations du texte, de l’image et de la photographie sont abordées dans ce cinquième volume de notre revue. Elles sont considérées comme un facteur qui d’une part détermine la genèse des textes, d’autre part se trouve en étroite corrélation avec la question de la mimésis telle qu’elle a été abordée par Erich Auerbach et permettant de ce fait de renouveler la compréhension de l’un et l’autre phénomènes. Outre les textes de la deuxième moitié du vingtième siècle et du début du vingt-et-unième siècle traités en début de volume, l’ouvrage porte sur l’œuvre de Joseph Roth. La réception de cette dernière est un phénomène remarquable de l’histoire des idées du demi-siècle passé lors duquel la manière de lire l’œuvre et de la qualifier voire de l’étiqueter s’est souvent modifiée. Dans ce volume, les contributions entendent donner accès à la richesse de l’œuvre. Plusieurs documents inédits en lien à l’œuvre et à sa réception y sont présentés.
Das Wechselverhältnis von Text, Bild und Photographie wird in diesem 5. Band unseres Jahrbuchs als ein Faktor erörtert, der zum einen die Textgenese bestimmt, zum anderen die Mimesisfrage, wie sie von Erich Auerbach aufgeworfen wurde, neu zu konturieren erlaubt. Neben Texten aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und des beginnenden 21. Jahrhunderts liegt ein Schwerpunkt auf den Texten von Joseph Roth. Die Roth-Rezeption ist ein bemerkenswertes Phänomen der Ideengeschichte der letzten 50 Jahre – die Zuordnungen und Bewertungen dieses Schriftstellers haben sich mehrere Male verändert. Unsere Beiträge versuchen, die Breite seines Werkes nachzuzeichnen und präsentieren gleichzeitig einige neue dokumentarische Fundstücke zu diesem und zur Rezeption.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Texte, Image, PhotographieText, Bild, Fotographie

Extract

TEXTE, IMAGE, PHOTOGRAPHIE TEXT, BILD, FOTOGRAPHIE Grass’ Zeichnungen (Beim Häuten der Zwiebel, Dummer August, Die Box) als poetologische Etappen der literarischen Ich-Realisierung Anne FEUCHTER-FELER Ob heute oder vor Jahren, lockend bleibt die Versuchung, sich in dritter Person zu verkappen: Als er annähernd zwölf zählte, doch immer noch liebend gern auf Mutters Schoß saß, begann und endete etwas. Aber was läßt sich, was anfing, was auslief, so genau auf den Punkt bringen? Was mich betrifft, schon.1 So lautet die Einleitung zum autobiographischen Lebensentwurf, den sich Grass 2006 mit der Herausgabe von Beim Häuten der Zwiebel vor- nimmt. Dabei überschreitet der Autor das simple Anliegen, dem Leser die Summierung der persönlichen und schriftstellerischen Lebensver- wirklichungen darzubieten, und fokussiert sogleich auf den Willen, sich zur Ich-Wahrheit zu bekennen. Dieser Absichtserklärung wird eine an- gepasste Werkkonzeption gerecht, die mit Vermengung von Text und Zeichnungen die Ich-Prägung ausdrücklich dokumentiert und deren neu- en Stellenwert im Grassschen ästhetischen System vorwegnimmt. Frei- lich wirkt das Erscheinen der Autobiographie bundes- und weltweit2 zu- nächst wie ein Donnerschlag in der literarischen und öffentlichen Landschaft, wobei es diesmal nicht bei einer literaturkritischen Polemik über den Wert des Geschriebenen belassen bleibt, wie sie von Marcel Reich-Reinickis Rezension des Buches Ein weites Feld ausgelöst worden 1 Günter GRASS: Beim Häuten der Zwiebel. Göttingen: Steidl Verlag 2006, S. 7. (Das Werk wird weiterhin als Beim Häuten der Zwiebel zitiert). 2 Cf. Die Grass-Debatte. Berichte, Stellungnahmen, Kommentare, Interviews,...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.