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China und China-Erfahrung in Leben und Werk von Anna Seghers

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Weija Li

Das vorliegende Buch rekonstruiert und analysiert als erste Studie dieser Art Anna Seghers’ Begegnung mit den Chinesen, der chinesischen Kultur und Geschichte, der Politik sowie der Gesellschaft des Landes chronologisch. Durch die Darstellung und Analyse Seghers’ China-Begegnung, und der Einflüsse auf ihr Leben und Werk wird eine seit Langem existierende Wissenslücke in der Seghers-Forschung geschlossen. Gleichzeitig bietet diese Arbeit neue Perspektiven und Ansätze für weitere Forschungen in verwandten Gebieten wie in der Sinologie, Politikwissenschaft und -geschichte, Kulturwissenschaft und der interkulturellen Kommunikation.
Beim Arbeitsverfahren werden sinologische, geschichts-, kultur-, politik-, literatur- und kunstwissenschaftliche Methoden verwendet.
Als eine der wichtigsten Quellengrundlagen dienen die Archivmaterialien des Anna-Seghers-Archivs in der Akademie der Künste in Berlin.

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Schlussbemerkung 177

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Schlussbemerkung Um Wiederholungen zu vermeiden wird eine inhaltliche Zusammenfas- sung zum Schluss der vorliegenden Arbeit vermieden. Stattdessen wird im folgenden die China-Begegnung der Schriftstellerin aus einer ergänzenden, bisher nie im Vordergrund der Seghers-Forschung gestellten Perspektive betrachtet, nämlich der Seghers-Rezeption in China. Die Seghers-Rezeption in China kann in drei Phasen unterteilt werden. Der Zeitraum von den 1940er Jahren bis zum Ende der 1950er Jahren bildet die erste Phase. Die meisten chinesischen Ausgaben von Seghers’ Werken – jedoch nur eine geringe Anzahl – wurden in dieser Phase publiziert. Anfang der 1950er Jahre gehörte Seghers zu den populärsten ausländischen Schriftstellern und Schriftstellerinnen in China. Von Anfang der 1960er bis zum Ende 1970er Jahre wurde die Seghers-Rezeption aufgrund des ideologischen Konflikts zwischen der DDR und der Volksrepublik China unterbrochen. Als China in der of fiziellen Kulturpolitik der DDR zu jener Zeit beinah ein Tabu war, verschwanden Seghers und ihre Werke ebenfalls aus dem Blickfeld der chinesischen Leser. Nach dieser Unterbrechung von beinahe 20 Jahren setzte sich die Seghers-Rezeption in China Anfang der 1980er Jahren in ihrer zweiten Phase fort. Jedoch wurden keine weiteren Seghers’ Werke ins Chinesische übersetzt. Die dritte Phase begann in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre, als Seghers’ Interesse an China und ihre Werke mit China-Thematik mehr Aufmerksamkeit – allerdings nur unter einigen chinesischen Germanisten – erregten. In China geht die früheste Rezeption von Seghers’ Werken – nach heutigem Wissensstand – in die 1940er Jahre zurück. In einem Artikel über deutsche Exilliteratur stellt Zhang Zhilian 1941 in der Juni-Ausgabe...

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