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Zwischen Legitimation und Inspektion

Die Rheinlandreise Napoleon Bonapartes im Jahre 1804

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Ria Mager

Wenige Monate nach seiner Kaiserproklamation und vor seinem ‚Sacre‘ in Paris bereiste Napoleon Bonaparte die rheinischen ‚Départements réunis‘. Diese Rheinlandreise im Jahre 1804 stellt ein zentrales Element der Legitimation des ersten Kaisers der Franzosen dar. Die Autorin untersucht die innen- und außenpolitischen Aspekte, die Zielsetzung, die Umsetzung und die Wirkung dieser Reise, die Napoleon mittels einer aufwendigen Bild- und Symbolsprache und durch konkrete politische Handlungen als rechtmäßigen Herrscher erscheinen lassen sollte.

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9. Integrationspolitik im Rahmen der Inspektionsreise

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9.   Integrationspolitik im Rahmen der Inspektionsreise

9.1   Das Camp de Juliers

Die Rheinlandreise diente nicht nur der Legitimation des Kaisers, sondern auch der Inspektion der neuen französischen Departements. Allerdings nutzte Napoleon diese Inspektion, um über die mit ihr verbundenen Entscheidungen zugunsten des Gebietes und dessen Bevölkerung auch sich selbst zu inszenieren und zu legitimieren.1172

Die Inspektion des Rheinlands hatte das übergeordnete Ziel, die Integration der neuen Departements und ihrer Bewohner voranzubringen.1173 General Lagrange wies in dem Aperçu général zu seinem Bericht über das Rheinland darauf hin „que les habitants n’en sont pas entièrement français.“1174 Dementsprechend zielte Napoleon darauf ab, durch die im Zusammenhang mit der Reise getroffenen Entscheidungen auf wirtschafts-, finanz-, verwaltungs- und kulturpolitischer Ebene das Rheinland und seine Bewohner enger an Frankreich, aber auch an ihn, den Kaiser, zu binden.

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