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Familie und Identität in der Gegenwartsliteratur

Goran Lovrić and Marijana Jeleč

Dieser Band versammelt Beiträge der literaturwissenschaftlichen Konferenz «Familie und Identität in der Gegenwartsliteratur», die im Mai 2015 an der Universität Zadar (Kroatien) stattfand. An Fallbeispielen deutschsprachiger Literatur sowie anderer Nationalliteraturen, die eine Verbindung zur deutschen Geschichte, Kultur und Nation aufweisen, machen die Beiträge die thematische und motivische Vielfalt des zeitgenössischen Familien- bzw. Generationenromans sichtbar. Zum Vorschein kommen genretypische und thematische Einheiten, wie die Häufung von Frauen als Autorinnen und Protagonistinnen der Familiengeschichten sowie der Kontext der Minderheiten- und Migrantenliteratur bzw. der inter- und transkulturellen Literatur.

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Einleitung

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Der vorliegende Sammelband versammelt Beiträge der literaturwissenschaftlichen Konferenz „Familie und Identität in der Gegenwartsliteratur“, die im Mai 2015 an der Universität Zadar, Kroatien, stattfand.

Die Konferenz widmete sich der traditionsreichen Gattung des Familienromans, die seit der Wende im Jahre 1989 und insbesondere seit der symbolträchtigen Jahrhundertwende in der deutschsprachigen Literatur eine wahre Renaissance erlebt. Offenbar lösten die äußeren Beweggründe besonders bei Enkeln und Urenkeln als Autoren und Erzählern der Werke den Wunsch nach Speicherung der Familiengeschichte und den der Gattung immanenten Aufarbeitungs- und Erinnerungsprozess aus.

Das Ziel der Konferenz war, die neuesten Entwicklungen, sowie die thematische und motivische Vielfalt des Familienromans in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur zu reflektieren und dies an Fallbeispielen aufzuzeigen. Die Betonung lag dabei auf thematischen und strukturellen Aspekten des Familienromans, sowie auf der Definition und den Gattungsgrenzen und Überschneidungen des Familien- und Generationenromans. Da der zeitgenössische Familienroman zumeist drei oder mehr Generationen umfasst, erscheint der Termin Generationenroman für solche Werke, die auch als Speicher und Medien des familiären und kulturellen Gedächtnisses fungieren, treffender. Der Termin Familienroman bezieht sich hingegen mehr auf Werke, die sich mit dem Strukturwandel der Familie in einer oder zwei Generationen befassen. Im Laufe der Konferenz wurden Merkmale, spezifische Differenzen und Gemeinsamkeiten dieser verwandten Gattungen an einzelnen Werken ausfindig gemacht und immer wieder Blicke auf den ihnen immanenten autobiographischen, historischen und fiktionalen Diskurs eröffnet.

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