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Akten des XIII. Internationalen Germanistenkongresses Shanghai 2015 – Germanistik zwischen Tradition und Innovation

Band 3

Series:

Jianhua Zhu, Jin Zhao and Michael Szurawitzki

Der Band dokumentiert sprachwissenschaftliche Sektionen des Kongresses der Internationalen Vereinigung für Germanistik (IVG) in Shanghai 2015. Er beginnt mit den Sektionen ‚Beziehungsgestaltung durch Sprache‘ sowie ‚Diskurs und Politik‘. Daran schließen sich ‚Welche Mündlichkeit, welche Schriftlichkeit? Sprache unter medialen Bedingungen‘ und ‚Die Poetizität der Sprache‘ an. Die Sektionen ‚Diskursbedeutung und Grammatik: Transtextuelle und gesprächsübergreifende Aspekte grammatischer Inventare‘ sowie ‚Kontrastive Textologie‘ beschließen den Band.

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Besonderheiten der Bibelübersetzung in der Epoche der „Political Correctness“

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Valentina Stepanenko (Irkutsk, Russische Föderation)

Besonderheiten der Bibelübersetzungin der Epoche der „Political Correctness“

Der Begriff „Politische Korrektheit“ hat viele Aspekte und ist deshalb mehrdeutig. Auf gesellschaftlicher Ebene bedeutet er, sich entsprechend der gesellschaftlichen Moral zu verhalten. Auf sprachlicher Ebene hängt das mit einer Veränderung sprachlicher Verhaltensnomen zusammen, mit einer Korrektur des Sprachcodes. Am Ende des zweiten, Anfang des dritten Jahrtausends kamen auch neue Bibelübersetzungen ins Blickfeld der political correctness. Einen besonderen Platz in dieser Reihe nimmt die „Bibel in gerechter Sprache“, im Folgenden „BigS“ (BigS 2006) ein, die hitzige Diskussionen sowohl unter Theologen als auch unter Linguisten ausgelöst hat.

Die „BigS“ ist ein 5-jähriges Projekt der protestantischen Kirche, an dem 52 Bibelwissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz teilgenommen haben. Hauptziel der „BigS“ ist eine Übersetzung, die der modernen Sprache und einem modernen Denken entspricht (BigS 2006: 9–26).

In unserem Fall werden zwei deutschsprachige Bibeln verglichen, nämlich: die „Luther-Bibel“ (1534/ 1985) und die „BigS“ (2006). In meiner Analyse bin ich von der Definition von Text als „kommunikative Einheit“ ausgegangen, „die pragmatische, semiotische und kulturelle Komponenten einschließt“ (Spillner 1981).

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