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Akten des XIII. Internationalen Germanistenkongresses Shanghai 2015 – Germanistik zwischen Tradition und Innovation

Band 3

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Edited By Jianhua Zhu, Jin Zhao and Michael Szurawitzki

Der Band dokumentiert sprachwissenschaftliche Sektionen des Kongresses der Internationalen Vereinigung für Germanistik (IVG) in Shanghai 2015. Er beginnt mit den Sektionen ‚Beziehungsgestaltung durch Sprache‘ sowie ‚Diskurs und Politik‘. Daran schließen sich ‚Welche Mündlichkeit, welche Schriftlichkeit? Sprache unter medialen Bedingungen‘ und ‚Die Poetizität der Sprache‘ an. Die Sektionen ‚Diskursbedeutung und Grammatik: Transtextuelle und gesprächsübergreifende Aspekte grammatischer Inventare‘ sowie ‚Kontrastive Textologie‘ beschließen den Band.

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Evidentialitätsmarker in deutschen und englischen wissenschaftlichen Texten der (frühen) Neuzeit

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Richard J. Whitt (Nottingham, Großbritannien)

Evidentialitätsmarker in deutschen und englischen wissenschaftlichen Texten der (frühen) Neuzeit

1.       Einleitung

In diesem Beitrag werden die Ergebnisse einer korpusbasierten Untersuchung der Anwendung von Evidentialitätsmarkern in deutschen und englischen wissenschaftlichen Texten der frühen Neuzeit erörtert, wobei der Wandel in der Art und Weise, wie diese Marker gebraucht werden, mit der Abwendung von der Scholastik zur Empirie in Verbindung gebracht wird.

2.       Von der Scholastik zur Empirie

Am Anfang der frühen Neuzeit war die Epistemologie stark von der mittelalterlichen Scholastik geprägt. Das vornehmliche Ziel der Scholastik bestand darin, die Worte bzw. die Ideen der Antike im Griff zu haben und diese weiter zu tradieren. Während des 16. und 17. Jahrhunderts trugen viele wissenschaftliche Entdeckungen und Entwicklungen zur fortschreitenden Abnahme in dem Einfluss des Gedankenguts der Antike bei. Die Entwicklungen im darauffolgenden Jahrhundert der Aufklärung haben die Grundsätze der Scholastik weiterhin gerüttelt. Schließlich ging jeder Einfluss der Scholastik im 19. Jahrhundert zu Ende als Folge der ausschließlichen Akzeptanz von modernen wissenschaftlichen Vorstellungen.

3.       Evidentialität

Weil die Evidentialtätsforschung sich mit der Markierung von dem Beweis (oder von der Herkunft des Wissens) des Sprechers für eine Äußerung befasst, eignet sich diese linguistische Kategorie ausgezeichnet für die Erforschung der Art und Weise, wie diese Änderungen in der Wissenschaft einen sprachlichen Niederschlag fanden. Seit Anfang der Evidentialitätsforschung...

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