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Hamburgisch

Struktur, Gebrauch, Wahrnehmung der Regionalsprache im urbanen Raum

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Edited By Andreas Bieberstedt, Jürgen Ruge and Ingrid Schröder

Das Hamburgische wird von einem Sprachkontakt zwischen Niederdeutsch und Hochdeutsch geprägt, der zu einer wechselseitigen strukturellen Beeinflussung beider Sprachen führte. Die Beiträge zeigen das Spektrum regionalsprachlicher Forschungsansätze, von variationslinguistischen Studien bis hin zu Ansätzen der aktuellen Sprachbiographieforschung und der Betrachtung sprachlicher Variation als Komponente eines umfassenderen semiotischen Systems als Enregisterment. Durch einen solchen multiperspektivischen Ansatz lassen sich die variativen Ausprägungen der Stadtsprache und die Mechanismen sprachlichen Wandels beschreiben. Struktur-, Wahrnehmungs- und Einstellungsdaten sowie biographische Daten sind miteinander ins Verhältnis zu setzen, um Sprachwirklichkeit umfassend erschließbar zu machen.

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Kontaktinduzierte sprachliche Variation in der Hamburger Peripherie. Ein Modell zur Messung sprachlicher Konvergenz

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Abstract: The article focuses on the structural dimension of dialect change in the Hamburg region. It introduces a new measurement method for analyzing dialect change on a phonological level that has been specifically designed for those versions of Low German dialect spoken in Hamburg. Based on a catalogue of selected phonological phenomena of the regional Low German dialects this method allows to describe the dialectality of language utterances and to examine aspects of diachronic and synchronic dialect variation. The article explains the theoretical foundation of the method and demonstrates its functions by means of two case examples. In the first example, the situational language variation of a single dialect speaker from the suburban Hamburg community of Kirchwerder is examined. The second example focuses on language variation through time and compares the dialectality of language samples from 1979/80 and 2006/07, taken from family members of different generations of the former Hamburg community of Altenwerder.

1    Einleitung

Im Zuge der Regionalsprachenforschung ist das Forschungsinteresse zunehmend auf das vertikale Sprachspektrum zwischen Basisdialekten und Standardsprache gelenkt worden. Mit Blick auf den norddeutschen Sprachraum ist hierbei der Kontakt von hochdeutschen und niederdeutschen Sprachformen von besonderer Bedeutung, der zu einem spezifisch norddeutschen Varietätenspektrum geführt hat, wobei trotz gegenseitiger Beeinflussungen nach wie vor eine systematische Differenz zwischen hochdeutschen und niederdeutschen1 Sprachlagen gegeben ist. In ganz Norddeutschland, insbesondere aber in den Städten, lässt sich ein forcierter sprachlicher Umbau feststellen, der einerseits zu einer zunehmenden Verdrängung des Niederdeutschen...

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