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Hamburgisch

Struktur, Gebrauch, Wahrnehmung der Regionalsprache im urbanen Raum

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Edited By Andreas Bieberstedt, Jürgen Ruge and Ingrid Schröder

Das Hamburgische wird von einem Sprachkontakt zwischen Niederdeutsch und Hochdeutsch geprägt, der zu einer wechselseitigen strukturellen Beeinflussung beider Sprachen führte. Die Beiträge zeigen das Spektrum regionalsprachlicher Forschungsansätze, von variationslinguistischen Studien bis hin zu Ansätzen der aktuellen Sprachbiographieforschung und der Betrachtung sprachlicher Variation als Komponente eines umfassenderen semiotischen Systems als Enregisterment. Durch einen solchen multiperspektivischen Ansatz lassen sich die variativen Ausprägungen der Stadtsprache und die Mechanismen sprachlichen Wandels beschreiben. Struktur-, Wahrnehmungs- und Einstellungsdaten sowie biographische Daten sind miteinander ins Verhältnis zu setzen, um Sprachwirklichkeit umfassend erschließbar zu machen.

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Hamburger Transkriptionskonventionen

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1    Allgemeines

Die nachfolgenden Hamburger Transkriptionskonventionen wurden im Rahmen des variationslinguistischen Forschungsprojektes „Hamburgisch – Sprachkontakt und Sprachvariation im städtischen Raum“ entwickelt. Sie sollen eine weitgehend lautgetreue Verschriftlichung sowohl dialektal als auch hochdeutsch basierter mündlicher Sprachäußerungen nach einheitlichen Regeln ermöglichen. Als Grundregel gilt eine möglichst exakte Wiedergabe der Lautung bei gleichzeitiger guter Lesbarkeit, gewährleistet durch die Verwendung des Standardalphabets und einer möglichst geringen Zahl an Sonderzeichen (lediglich das Graphem å wird zur Kennzeichnung des langen verdumpften a [ɔ:] eingesetzt). Groß- und Kleinschreibung folgen der hochdeutschen Orthographie. Auch die Interpunktion erfolgt wie in der Standardsprache. Die gesprächsanalytische Verschriftlichung basiert dagegen auf den Konventionen der „Halbinterpretativen Arbeitstranskriptionen“ (HIAT) (vgl. dazu die Dokumentation für computergestütztes Annotieren mittels EXMARaLDA unter URL: http://www.exmaralda.org/hiat/ [zuletzt aufgerufen am 18.04.2016]).

2    Lautwiedergabe

2.1    Lang- und Kurzvokalismus

2.1.1    Vokallänge

•    Die Vokallänge wird i. d. R. in geschlossener und offener Silbe durch Doppelvokal gekennzeichnet, Bsp. Tiit, goot, goode, leewen, Lüüd, Haafen/ Hoobm.

Ausnahmen:

       a)    Eingliedrige Kurzwörter (Artikel, Präpositionen, Partikeln, Pronomen, Konjunktionen), bei denen die Vokallänge nicht extra gekennzeichnet wird, Bsp. min, sin, di, he, er (hd. ‚er‘ und nd. ‚ihr‘), wi (nd. ‚wir‘ und hd. ‚wie‘), ok, da, do; ji ‚ihr‘, si (‚sie‘), so, gar, für.Die Längenkennzeichnung unterbleibt bei Kurzwörtern auch dann, wenn diese Bestandteil mehrgliedriger Lexeme sind, Bsp. so – sowiso, für/ för – daf...

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