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Karl Nauwerck – Ein ‚bekannter patentirter Revolutionär‘

Herkunft und Jugend – Von der Aufklärung zum Aufbegehren. Nebst Anhängen mit Archivalien und Dokumenten von und zu Ludwig und Karl Nauwerck sowie mit Exkursen

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Lars Lambrecht

Dieses Buch veröffentlicht erstmals den Nachlass des ‚radikalen Demokraten‘ der März-Revolution Karl Nauwerck (1810–1891). Es wertet die aufgefundenen persönlichen und literarischen Dokumente der Jugendzeit kritisch aus und publiziert die Archivalien seines Vaters Ludwig, seiner Kinder und Enkel, die ebenfalls im Karl-Nauwerck-Familienarchiv (KNFA) gesichert sind.

Die vielfältigen Dokumente und Briefe belegen die politischen, gesellschafts- und kulturgeschichtlichen wie persönlich-privaten Beziehungen zwischen der Familie Nauwerck und bedeutenden Persönlichkeiten seit Ende des 18. Jahrhunderts: J. W. v. Archenholtz, C.L. Fernow, J.W. Goethe, J.H. Meyer, C.F. Zelter, F.D. Bassermann, R. Blum, S. Born, A. Geiger, M. Hartmann, A. Herzen, A.H. Hoffmann v. Fallersleben, J. Jacoby, A. Ruge, F.T. Vischer oder C. Vogt.

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Vorwort

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Es geht nicht anders: Auch dieses Buch hat seine Geschichte, leider eine lange. Denn inzwischen war aus einem ursprünglich ganz ‚normalen‘ Forschungsvorhaben ein Liebhaberprojekt geworden. Und diese ‚Liebe‘ währt bis heute.

Den Titel eines ‚bekannten patentierten Revolutionärs‘ hatte Karl Nauwerck (1810–1891) vom Preußen-König Friedrich Wilhelm IV. erhalten, der 1844 Nauwercks Dispens von der Berliner Universität bewirkt hatte. Doch davon später mehr. ‚Bekannt‘ allerdings ist Nauwerck heute nicht mehr, was sich mit vorliegendem Versuch vielleicht verändern lässt.

Meine Themenfindung zu Nauwercks Biographie begann etwa Mitte der 1980er Jahre. Sie war motiviert durch das Bedürfnis: Raus aus dem ewigen ideologischen Hickhack in der Junghegelianismus-Forschung, Bruno Bauer für/gegen Marx oder umgekehrt, Feuerbach oder Stirner usw. Überhaupt: Weg von den ausgetretenen Pfaden der Diskussionen und der etablierten Forschung. In dieser hatte seit Jahrzehnten immer wieder der Eine den Anderen kopiert, keine neue Quellen hinzugezogen usw. Deshalb galt es dagegen: Einfach weg von den ‚Bekannten‘, den ‚Großen Namen‘ hin zu den Unbekannten, zu den nicht mehr einfach Wiederholten und von den Vorherigen ‚Abgeschriebenen‘, sondern zu neuen Namen und Quellen.

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