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Die berufliche Integration von Repatriates

Eine Studie zu den Schwierigkeiten von MitarbeiterInnen nach einer Auslandsentsendung und zu den Reintegrationsmaßnahmen von Unternehmen in Deutschland

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Sarah Tonn

Die Autorin beschäftigt sich in ihrer Untersuchung mit der Identifizierung von Schwierigkeiten im Rahmen des Prozesses der Wiedereingliederung von Mitarbeitenden nach einer Auslandsentsendung. Der Fokus liegt dabei vor allem auf der beruflichen Integration der Repatriates. Denn Studien zeigen, dass die Wechselrate unter der Mitarbeitergruppe der Repatriates im Vergleich zu anderen Mitarbeitenden überdurchschnittlich hoch ausfällt. Im Rahmen einer qualitativen Studie werden Problemfelder der beruflichen Reintegration identifiziert und Reintegrationsmaßnahmen von Unternehmen in ihrer relativen Bedeutung bewertet. Die allgemeine Forschungsfrage lautet: Mit welchen Schwierigkeiten sind Repatriates bei ihrer Rückkehr konfrontiert und welche Hilfestellung leisten Unternehmen in Deutschland?

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4. Diskussion der empirischen Ergebnisse

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4.  Diskussion der empirischen Ergebnisse

In diesem Kapitel gilt es, ein möglichst konkretes Bild von den Schwierigkeiten der Wiedereingliederung und der betrieblichen Realität hinsichtlich der praktischen Umsetzung der personalpolitischen Leistungen zur Wiedereingliederung nach einer Auslandsentsendung von Unternehmen in Deutschland zu zeichnen. Wie anhand des Rahmenmodells zur Wiedereingliederung deutlich wird (siehe Kapitel 2.6), handelt es sich bei der Wiedereingliederung um ein komplexes Wirkungsgefüge. Dabei gibt es eine Vielzahl indirekter und direkter Einflussfaktoren, die die Wiedereingliederung beeinflussen. Nachfolgend werden relevante Einflussfaktoren im Rahmen der Überprüfung der theoretischen Überlegungen inhaltlich an entsprechender Stelle aufgegriffen.

4.1  Der zeitliche Verlauf der Wiedereingliederung im Kontext der Reintegrationsmodelle

Bevor in den nachfolgenden Ausführungen u. a. auf die Probleme der Wiedereingliederung und die Bewertung des Wiedereingliederungserfolgs eingegangen wird, gilt es in diesem Kapitel zunächst, die zeitliche Komponente des Wiedereingliederungsprozesses zu beleuchten.

Alle befragten Repatriates bewerteten die Rückkehr als schwierig. Die Schwierigkeiten bezogen sich nicht immer ausschließlich auf konkrete Probleme im sozialen oder beruflichen Bereich, sondern sind auch auf ein Entfremdungsgefühl zurückzuführen. Während von einigen Repatriates angegeben wurde, dass sie nach der Rückkehr erst wieder im Heimatland ankommen mussten und dies mit einer gewissen zeitlichen Dauer einherging, sprachen andere Repatriates einen Tiefpunkt an, sodass bei einigen RückkehrerInnen Tendenzen eines u-kurvenförmigen Verlaufs bei der Wiedereingliederung erkennbar sind. Ein erlebter Tiefpunkt wurde dabei von mehreren RückkehrerInnen verschiedener Unternehmen geschildert und von einem Befragten...

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