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Sprachliche Strategien der Überzeugung

Metaphern des revolutionären Diskurses, dargestellt am Beispiel Olympe de Gouges’

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Isabelle Catherine Mensel

Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Untersuchung der Metaphernprogramme der engagierten Autorin Olympe de Gouges (1748–1793). Diese Studie analysiert mit der Metapher eines der zentralen sprachlichen Mittel, die während des regen politischen Diskurses rund um die Französische Revolution bei der Vermittlung politisch-sozialer Programme eingesetzt wurden. Das Korpus basiert auf nicht-fiktionalen, für den Revolutionsdiskurs prototypischen Textsorten aus dem Zeitraum 1786–1793. Die Untersuchung kombiniert interaktionstheoretische, textfunktionale sowie pragmatisch-kognitive Ansätze und liefert Erkenntnisse zu vermittelten Inhalten, Funktionen und Wirkungen von Metaphern in politischen Texten.

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12 Auswertung des Kontrollkorpus

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Die Auswertung der handschriftlichen, unveröffentlichten Briefe479 aus den Archiven der Comédie-Française sowie aus der Bibliothèque historique zeigt, dass von den insgesamt 21 Briefen lediglich vier Briefe mehr als zwei Metaphern aufweisen. Ein Brief480 sticht mit acht Metaphern heraus: Er ist mit 1372 Wörtern allerdings auch der mit Abstand längste Brief und so relativiert sich die scheinbar hohe Metaphernzahl, wenn man sie in Bezug zur Wortzahl setzt.

Mit durchschnittlich null bis zwei Metaphern pro Brief sind diese schon rein zahlenmäßig vernachlässigbar, wenn man sie mit der hohen Metapherndichte in Gouges’ übrigen nicht-fiktionalen, veröffentlichten Schriften vergleicht, die exemplarisch für die Bildspendebereiche ‘Reich/Königtum’, ‘Feuer’ und ‘Personen’ analysiert wurden481.

Ein analoges Bild liefert die inhaltliche Betrachtung der Metaphern im Kontrollkorpus482. Im Gegensatz zu den Metaphern in den nicht-fiktionalen Schriften werden jene des Kontrollkorpus nicht zur Vermittlung von Programmen eingesetzt. Gouges nutzt sie zur Illustration bzw. zur Betonung von Sachverhalten483.

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