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Die Konfliktkommissionen in der DDR

Holger Horst Brüning

Dieses Buch beleuchtet die Geschichte der Konfliktkommissionen in der DDR von ihrer Entstehung bis zu ihrer Abschaffung. Sie vergleicht die Konfliktkommissionsordnungen und untersucht das Verhältnis der Konfliktkommissionen zu Gewerkschaften und betrieblichen Leitern. Die Untersuchung beruht auf Gewerkschaftsbeschlüssen, der FDGB-Presse, juristischen Fachzeitschriften der DDR und wissenschaftlichen Arbeiten zu den Konfliktkommissionen. Erstmals veröffentlicht werden die Ergebnisse einer Untersuchung zur Tätigkeit der Konfliktkommissionen in zwei großen Suhler Kombinaten sowie von zwei Befragungen zu dieser Tätigkeit 1988 und zu den Schiedsstellen für Arbeitsrecht 1990.

Die Arbeit würdigt die Konfliktkommissionen als eine beachtenswerte Episode deutscher Rechtstradition.

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3. Strafende Erzieher – Die Konfliktkommissionen werden umgewandelt (1958–1967)

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3. Strafende Erzieher – Die Konfliktkommissionen werden umgewandelt (1958–1967)

3.1 Neubildung der Konfliktkommissionen als strafende Erzieher zu Beginn der 1960er Jahre

Übersicht:

Die Reform der Konfliktkommissionen 1960–1963 bestand im Kern aus ihrer Abschaffung als paritätisch gebildete und tätige betriebliche Rechtsprechungsorgane und Ersetzung durch gewerkschaftlich gebildete Organe autoritär-vormundschaftlicher „sozialistischer Erziehung“.

Ich bezeichne diese Ersatzbildungen daher als „Erzieherische Wende“.

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