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Beiträge zum Islamischen Recht XI

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Edited By Irene Schneider and Thoralf Hanstein

Der Band enthält die auf der Jahrestagung der «Gesellschaft für Arabisches und Islamisches Recht» (GAIR) im Oktober 2015 an der Universität Göttingen gehaltenen Vorträge. Thema der Tagung war «Genderforschung und Genderfragen im islamischen Recht». Die Vorträge werden ergänzt um zwei weitere, themenrelevante Fachbeiträge. Die Autoren gehen in den Beiträgen zum einen der Frage nach, welche Rolle und Bedeutung die Geschlechterforschung im Recht hat. Zum anderen wird anhand empirischer Beispiele die Geschlechterstellung im deutschen Recht und im islamischen Recht – in Deutschland und in der muslimischen Welt – definiert und diskutiert.

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Vorwort

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Geschlecht und Recht

Der vorliegende Band ging aus der Jahrestagung der GAIR am 22. und 23. Oktober 2015 an der Universität Göttingen hervor. Thema der Tagung war „Genderforschung und Genderfragen im islamischen Recht“. Die Vorträge liegen nun publiziert vor, erweitert um die Beiträge von Hans-Georg Ebert und Mathias Rohe. Auch wenn dies in der vorliegenden gedruckten Form nicht den entsprechenden Ausdruck finden kann, ist anzumerken, dass die genannten Themen und Vorträge auf der Jahrestagung zu einer teilweise kontroversen aber sehr produktiven und spannenden Diskussion führten. Über Analyse und Perspektiven der Geschlechterstellung im Recht wurde intensiv und fruchtbar nachgedacht, was sich in den vorliegenden Beiträgen spiegelt.

Ziel der Tagung war es, zum einen auf der theoretischen Ebene der Frage nachzugehen, welche Rolle und Bedeutung die Geschlechterforschung im Recht hat, zum anderen anhand empirischer Beispiele die Geschlechterstellung im deutschen Recht und im islamischen Recht – in Deutschland und in der muslimischen Welt – auszuloten, zu verstehen und zu diskutieren.

Der Bereich der Geschlechterstellung steht immer wieder im Mittelpunkt teilweise heftiger Debatten um Recht allgemein und um islamisches Recht im Besonderen. Warum? Die Antwort lautet: Die Frage der Geschlechterstellung ist so hart umkämpft, weil damit auf das Engste kulturelle Identitäts- und Authentizitätsdiskurse in allen Gesellschaften verbunden sind. Fragen der Regulierung und rechtlichen Normierung sexueller Verhältnisse und der Konstituierung einer „Normativität des Zusammenlebens“, dem jeweils vorherrschenden Konzept von Ehe, Familie und den damit zusammenhängenden Konsequenzen...

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