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Provincial Turn

Verhältnis zwischen Staat und Provinz im südöstlichen Europa vom letzten Drittel des 17. bis ins 21. Jahrhundert

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Edited By Ulrike Tischler-Hofer and Karl Kaser

Das Buch analysiert aus historischer Perspektive das Verhältnis zwischen Staat und Provinz im südöstlichen Europa. Die internationalen Beiträge erweitern die Ideen des Vorgängerbandes «Provinz als Denk- und Lebensform» um die historische Erforschung von «Provinz». Die BeiträgerInnen decken einen zeitlichen Bogen vom letzten Drittel des 17. bis ins 21. Jahrhundert und einen räumlichen Horizont vom Südwesten der Habsburgermonarchie bis in die europäischen Randzonen des Osmanischen Reiches ab. Durch den spezifischen Blickwinkel «von unten» werden die komplexen Beziehungen zwischen «Provinz» und Staat oder Zentrum in neues Licht gerückt.

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Vorwort

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Der vorliegende Band „Provincial Turn. Verhältnis zwischen Staat und Provinz im südöstlichen Europa vom letzten Drittel des 17. bis ins 21. Jahrhundert“ greift eine Forschungslücke auf, die auf den Umstand zurückzuführen ist, dass ungeachtet der großen Vielfalt an konzeptiven Wenden, die in den Kulturwissenschaften1 angeboten werden, eine solche methodisch-theoretische Neuorientierung fehlt, die einer vertieften historischen Erforschung von Provinz aus der Perspektive von unten Rechnung trägt und dadurch die adäquate Einordnung von Provinz in räumlich und zeitlich größere Zusammenhänge ermöglicht. Zur Behebung dieses Defizits hat der Grazer Historiker Harald Heppner im Rahmen der Tagung „Provinz als Denk- und Lebensform“ im Herbst 2013 den Begriff „Provincial Turn“2 vorgeschlagen und weiterführende Fragen angeregt.

Im Herbst 2015 wurde im Rahmen einer Tagung3 an der Universität Graz die Diskussion erneut aufgegriffen: Diesmal galt es, den methodisch-theoretischen (Neu-)Ansatz des „Provincial Turn“ für das facettenreiche Beziehungsgeflecht zwischen Staat und Provinz zu erproben. Ausgangspunkt für diese Publikation war somit die Tagung, bei der sich neun Vortragende aus insgesamt fünf Staaten dem Beziehungsgeflecht von Staat und Provinz aus unterschiedlichen fachlichen Zugängen näherten.4 Diesem Grundstock konnten zur Bereicherung und chronologischen und räumlichen Erweiterung des Themas noch zwei zusätzliche Beiträge hinzugefügt werden.←7 | 8→

An die AutorInnen erging der Auftrag, über die konzeptive Wende des „Provincial Turn“ die Provinz selbst ins Rampenlicht zu stellen, um ihre adäquate Einordnung...

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