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Nutzung gestaltet Raum

Regionalhistorische Perspektiven zwischen Stormarn und Dänemark

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Oliver Auge and Norbert Fischer

Der Band versammelt in sich die Beiträge einer interdisziplinär angelegten, von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel/Abteilung für Regionalgeschichte mit Schwerpunkt Schleswig-Holstein, der Universität Hamburg/Institut für Volkskunde/Kulturanthropologie und der Stadt Ahrensburg veranstalteten Gemeinschaftstagung. Die einzelnen Beiträge beleuchten aus politik-, sozial-, wirtschafts-, umwelt-, kultur- und mentalitätsgeschichtlicher Perspektive die Region Stormarn zwischen den Hansestädten Hamburg und Lübeck, die über Jahrhunderte im Spannungsfeld unterschiedlicher Herrschaftsansprüche und Einflusssphären lag.

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Die Vogtei Woldenhorn im Rahmen der Wirtschaft der Cisterzienser von Reinfeld: Inwiefern haben die Cisterzienser von Reinfeld den Woldenhorner Raum von 1327 bis 1567 genutzt? (Martin J. Schröter)

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Martin J. Schröter

Die Vogtei Woldenhorn im Rahmen der Wirtschaft der Cisterzienser von Reinfeld: Inwiefern haben die Cisterzienser von Reinfeld den Woldenhorner Raum von 1327 bis 1567 genutzt?

Im Folgenden soll die Nutzung des heutigen Ahrensburger Raums im hohen und späten Mittelalter skizziert werden. Ich möchte mich dabei weitgehend auf die Darstellung der Grangie, den landwirtschaftlichen Großbetrieb der Cisterziensermönche, ihre Lage und ihre möglichen Wirtschaftsformen sowie die ihr zugehörigen vier Dörfer Ahrensfelde, Bünningstedt, Meilsdorf und Woldenhorn (den Kern der heutigen Stadt Ahrensburg) beschränken. Woldenhorn hat immerhin mehr als ein Drittel der erinnerten Zeit seines 700jährigen Bestehens zum Cisterzienserkloster Reinfeld gehört.1 Da neuere archäologische Forschungen gerade zur mutmaßlichen Lage der Grangie ganz fehlen, kann der folgende Beitrag nur eine Skizze sein, die anhand der verschiedenen Quellen und der bisherigen Literatur eine Hypothese aufstellt. Sie möchte selbstverständlich auch dazu anregen, die archäologische Forschung zur mittelalterlichen Situation zu unternehmen.

Ein Blick auf die Quellen verrät, dass die mittelalterliche Geschichte des heutigen Ahrensburger Raums aus Urkunden überwiegend des Klosters Reinfeld, aus ganz wenigen chronikalischen Mitteilungen, einigen Briefen der abbatialen Korrespondenz des 16. Jahrhunderts und dann aber auch aus den Flurkarten des 18. Jahrhunderts rekonstruiert werden kann. Während die Urkunden über das in ihnen festgehaltene Rechtsgeschäft meist nur in formelhafter Sprache und mit Blick auf die erzielten Ergebnisse fast wie ein modernes Ergebnisprotokoll Auskunft geben,...

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