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Denkrahmen der Deutschdidaktik

Die Identität der Disziplin in der Diskussion

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Christoph Bräuer

Auch wenn die Deutschdidaktik sich endgültig als akademische Disziplin etabliert hat, gehen die Meinungen, welchen Stellenwert sie in der Ausbildung von Professionalität oder Lehrkompetenz haben könnte, auseinander. Weder gibt es Konsens darüber, was die Hochschulbildung zur Professionalisierung leisten kann, noch ist der systematische Ort im Rahmen der wissenschaftlichen Disziplinen geklärt.

Der Band greift diesen Selbstverständigungsprozess auf und lenkt den Blick sowohl auf die geschichtliche Entwicklung, die gegenwärtige Gestaltung als auch auf die zukünftige Ausrichtung. Mit der Kompetenzorientierung sind neben den an Inhalten zu erwerbenden Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern auch die von zukünftigen Lehrkräften zu erwerbenden Kompetenzen in den Blick geraten. Zugleich wird die kompetente Lehrperson als Faktor effektiven (Fach-)Unterrichts stärker wahrgenommen und mit dieser Fokussierung der Wunsch nach einer fachdidaktischen Profilierung der Lehramtsausbildung verbunden.

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Die dilemmatische Disziplin – Deutschdidaktik zwischen Eklektizismus und Partialisierung (Juliane Köster)

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Juliane Köster

Die dilemmatische Disziplin – Deutschdidaktik zwischen Eklektizismus und Partialisierung1

The dilemmatic discipline – German didactics between eclecticism and partialisation

Abstract: The paper addresses two means of responding to the lack of unity in the discipline: Firstly, the growing division into numerous sub-groups with very differing thought styles; and secondly, the attempt to construct unity with the aid of transdisciplinary umbrella concepts. The author then advocates being bold enough to call it a science of profession in analogy to law and medicine.

Im September 2000 wurden auf dem Freiburger Symposion die – alten – Fragen nach den Koordinaten der Disziplin verhandelt. Das Thema des Symposions hieß Grenzen überschreiten. Es ging um nicht weniger als die „Deutschdidaktik der Zukunft“ und um die Bedeutung von „Fachstrukturen im Rahmen von Interdisziplinarität“.2 Thomas Zabka (2002) hat den aus Sektion 1 hervorgegangenen Tagungsband rezensiert und fragt, ob die „Veteranen und Vordenker der Deutschdidaktik“ denn „wirklich etwas paradigmatisch Neues beigetragen haben zu diesen Debatten, die geführt werden, seit es die Disziplin gibt“. Es sind die Fragen nach dem Selbstverständnis der Disziplin, nach der theoretischen Modellierung der eigenen Forschung und nach der Bedeutsamkeit für den professionellen Alltag des Deutschunterrichts (vgl. Tenorth 2012). Schwierig sind diese Fragen, weil ihre Beantwortung davon abhängt, wie auf die offensichtliche Breite und Vielfalt sowohl des Schulfachs als auch der wissenschaftlichen Disziplin reagiert wird.

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