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Akten des XIII. Internationalen Germanistenkongresses Shanghai 2015 – Germanistik zwischen Tradition und Innovation

Band 4

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Edited By Jianhua Zhu, Jin Zhao and Michael Szurawitzki

Der Band dokumentiert Sektionen aus dem Bereich Sprachdidaktik und Sprachvermittlung des Kongresses der Internationalen Vereinigung für Germanistik (IVG) in Shanghai 2015. Er beginnt mit der Sektion «Qualifizierung von DaF-Lehrkräften weltweit», darauf folgt die Sektion «Germanistische Qualifikationen weltweit: Curricula und Berufsbilder von AuslandsgermanistInnen». Die Sektion «Phonetik und Phonologie Deutsch als Fremdsprache» beschließt den Band.

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Aspekte der Aussprache von fremden und Fremdwörtern

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1. Die Relevanz und die Wichtigkeit des Themas

Die wahrscheinlich nie endende Fremdwortdiskussion bezieht sich bis dato hauptsächlich auf die Fremdwörter als stilistisches Phänomen, wobei der Blickwinkel der Sprachpflege sehr oft zentral ist und in den letzten Jahrzehnten die Angloamerikanismen im Mittelpunkt stehen. Was jedoch auffällt, ist die geringe, an Ignoranz grenzende Aufmerksamkeit, die der Aussprache der Fremdwörter sowohl in Arbeiten zu Fremdwörtern als auch in phonetischen Arbeiten zuteil wurde. Selbst ohne statistische Untermauerung wage ich die Vermutung, dass die Frequenz von Fremdwörtern im geschriebenen wie im gesprochenen Deutsch zunimmt und dass das, was man ein alltägliches Codeswitching nennen könnte, immer häufiger wird, nämlich das Einstreuen von fremden Wörtern und ganzen Passus von solchen in einen deutschsprachigen Textverlauf.1 Fremde Proprien und Toponyme sind Beispiele für Wörter, mit deren Aussprache wir uns täglich auseinandersetzen müssen, denn es vergeht kaum ein Tag im Weltgeschehen, an dem in den gesprochenen Medien nicht mehrere, für die meisten unbekannte Proprien und Toponyme vorkommen, sei es die erste Nennung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan oder des im Mai 2015 von einem Erdbeben betroffenen nepalesischen Distrikts Ramechhap.

Von ganz besonderer Brisanz ist heute die Aussprache der Angloamerikanismen, die zum großen Teil auch Internationalismen sind, was sie auch aus kontrastiver Sicht als hochinteressant erscheinen lässt. Die Schlüsselfrage ist die nach dem Grad der Eindeutschung. Eine andere, nicht zuletzt...

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