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Das zeitgenössische Bilderbuch

Didaktische Chance und Herausforderung in der elementarpädagogischen Ausbildung

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Eva-Maria Dichtl

Die Studie widmet sich der Bedeutung von (angehenden) Fachkräften für kindliche Rezeptionsprozesse im institutionalisierten Kontext der Elementar- und Kindheitspädagogik. Dabei wertet die Autorin das unterschätzte Medium Bilderbuch auf, dessen verengte Wahrnehmung oftmals den didaktischen Mehrwert auch auf Seiten der pädagogischen Fachkräfte übersieht. Auf wissenschaftlicher Ebene fokussiert die Studie eine empirisch fundierte Theoriebildung zur Rolle von Fachkräften im kindlichen Rezeptionsprozess von Bilderbüchern. Mithilfe von Daten- und Methodentriangulation wirft die Autorin einen mehrperspektivischen Blick auf stabile Seh- und Rezeptionsgewohnheiten und damit verbundene handlungswirksame Theorien von Erwachsenen über den Gegenstand und dessen Vermittlung im institutionellen Kontext. Den praktischen Ertrag bildet die Konzeption von Modulen zur wissenschaftlichen Weiterbildung und in der akademischen Ausbildung.

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1 Das Bilderbuch in Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik

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1 Das Bilderbuch in Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik

Forschungsbereiche der Literaturwissenschaft und ihrer Didaktik haben sich mit dem Bilderbuch beschäftigt. Nachstehende Kapitel widmen sich dem Bilderbuch als literarischem Gegenstand und geben einen kurzen Überblick über essentielle Diskurslinien. Nach der Einordnung des Bilderbuches als literarästhetischem Gegenstand folgen Ansätze zur Theoriebildung aus verschiedenen Perspektiven. Gemäß der Problemstellung widmet sich das Kapitel abschließend der Rolle von Literaturvermittlerinnen in kindlichen Rezeptionsprozessen.

1.1 Das Bilderbuch als literarästhetischer Gegenstand

1.1.1 Systematische Perspektiven auf das Bilderbuch

In der westlichen Kultur gehört das Betrachten bzw. Lesen von Bilderbüchern zu den alltäglichen Erwerbsprozessen der frühen Kindheit. Vielfach gilt das Bilderbuch als Untergruppe der Gattung Kinderliteratur, das sich primär an die Zielgruppe der Kleinkinder bis zu Kindern der mittleren Kindheit richten. Als Bücher geringen Umfangs mit vielen Bildern und wenig bis gar keinem Text führen sie Kinder an Bücher heran, vermitteln Werte und visualisieren die Welt. Differenziert wird der Gegenstand in verschiedene Untergattungen, wie das Szenenbilderbuch, oder nach thematischen Ausrichtungen, wie die religiöse Bilderbuchgeschichte oder das Märchenbilderbuch (vgl. Fürst, Helbig & Schmitt, 20092, S. 104 ff.).

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