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Venire contra factum proprium

Herkunft und Grundlagen eines sprichwörtlichen Rechtsprinzips

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Lisa Isola

Dieses Buch untersucht die Herkunft des Verbots von «venire contra factum proprium». Ausgehend von den mittelalterlichen «Brocardica» wird die Quellenbasis analysiert, auf welche der berühmte Satz vom verbotenen Selbstwiderspruch gestützt wurde. Die herangezogenen Quellen entstammen zum Großteil dem «Corpus Iuris Civilis» und enthalten in erster Linie «Fallrecht». Der Beitrag der Juristen des Mittelalters besteht im Auffinden des dahinterstehenden Wertungsgesichtspunktes sowie in der Ausbildung abstrakter Abgrenzungskriterien. Die Autorin vereint beide Aspekte in einem komplexen Ansatz, um zu einem besseren Verständnis der Grundlagen des Rechts beizutragen.

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1.14. D. 1, 7, 25 pr: Mater familias quasi iure emancipata vixerat

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D. 1, 7, 25 pr (Ulpianus libro quinto opinionum)

Post mortem filiae suae, quae ut mater familias quasi iure emancipata vixerat et testamento scriptis heredibus decessit, adversus factum suum, quasi non iure eam nec praesentibus testibus emancipasset, pater movere controversiam prohibetur.

D. 1, 7, 25 pr (Ulpian im 5. Buch seiner Opinionen)

Nach dem Tod seiner Tochter, die als mater familias gelebt hatte, als wäre sie rechtsgültig emanzipiert, und mit [Hinterlassung von] in einem Testament eingesetzten Erben verstorben war, ist es dem Vater verboten, entgegen seinem eigenen Verhalten Streit zu erheben, als hätte er sie nicht rechtsgültig und nicht in Anwesenheit von Zeugen emanzipiert.

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