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Berlin-Brandenburger Beiträge zur Bildungsforschung 2017

Herausforderungen, Befunde und Perspektiven interdisziplinärer Bildungsforschung

Edited By Jurik Stiller and Christin Laschke

Die Reihe bietet ein Forum zur Veröffentlichung von Studien aus der empirischen Bildungsforschung. Der Fokus liegt auf Arbeiten mit besonderem Bezug zum Raum Berlin und Brandenburg. Dabei finden qualitative und quantitative Zugänge gleichermaßen Berücksichtigung. Der Band zeichnet sich durch thematische Vielfalt aus und verschafft Einblick in die unterschiedlichsten methodischen Vorgehensweisen.

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Forschung in der Praxis der Erziehungswissenschaft. Konstante Irritationen, historische präsente Lösungen (Heinz-Elmar Tenorth)

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Forschung in der Praxis der Erziehungswissenschaft. Konstante Irritationen, historische präsente Lösungen.1

Heinz-Elmar Tenorth

Humboldt-Universität zu Berlin

Zusammenfassung

Gegen das wiederkehrende Vorurteil, dass Forschung in der Erziehungswissenschaft keinen anerkannten Platz habe, erinnert der Beitrag an frühe Exempel erfahrungswissenschaftlicher pädagogischer Forschung, wie sie aus dem späten 18., frühen 19. Jahrhundert vorliegen, und zwar in der Forschungspraxis, nicht nur metatheoretisch oder programmatisch. Orientiert an der für pädagogische Empirie zentralen, bereits von Kant metatheoretisch bekräftigten Frage, „wie ist Erziehung möglich?“, wird eine Sequenz von Praktiken vorgestellt, die sich durchaus als Progreß im Prozess verstehen lassen, also auch den Erkenntnisfortschritt im Fach zeigen. Am Anfang steht das Modell der „Erfahrungsseelenkunde“ von Karl-Philipp Moritz, danach theoretisch-methodische Orientierungen, wie sie z. B. aus der Physiognomie entlehnt wurden oder, und als deren Kritik, aus der „Zeichenlehre“ von Schwarz oder aus der Phrenologie im Anschluss an Gall. Deren scharfe Kritik in der Intelligenzforschung von Binet eröffnet dann im späten 19. Jahrhundert den Übergang in die noch aktuell bedeutsame pädagogisch-psychologische Forschungstradition.

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