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Berlin-Brandenburger Beiträge zur Bildungsforschung 2017

Herausforderungen, Befunde und Perspektiven interdisziplinärer Bildungsforschung

Edited By Jurik Stiller and Christin Laschke

Die Reihe bietet ein Forum zur Veröffentlichung von Studien aus der empirischen Bildungsforschung. Der Fokus liegt auf Arbeiten mit besonderem Bezug zum Raum Berlin und Brandenburg. Dabei finden qualitative und quantitative Zugänge gleichermaßen Berücksichtigung. Der Band zeichnet sich durch thematische Vielfalt aus und verschafft Einblick in die unterschiedlichsten methodischen Vorgehensweisen.

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Zugänge zur spezifischen Lernkultur Science Slam – Da-Zwischen als zentraler Ankerpunkt im Forschungsprozess (Maria Stimm)

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Zugänge zur spezifischen Lernkultur Science Slam. Da-Zwischen als zentraler Ankerpunkt im Forschungsprozess

Maria Stimm

Humboldt-Universität zu Berlin

Zusammenfassung

Formate der Wissenschaftskommunikation sind hinreichend bekannt. Sie lösen Wissenschaften aus ihrem (universitären) Forschungsumfeld und schaffen einen Zugang für unterschiedliche Zielgruppen. Der als „Wissenschaftsschlacht“ (Strassmann, 2010) beschriebene Science Slam fordert Wissenschaftler_innen dazu auf, eigene Forschungsergebnisse in zehn Minuten auf der Bühne zu präsentieren und sich anschließend der direkten Publikumsrückmeldung zu stellen.

Aus einer erwachsenenpädagogischen Forschungsperspektive wird der Science Slam als Lernkultur eingeordnet, die durch eine Entgrenzung zwischen Inszenierung und Bildung charakterisiert ist. Dieser als Da-Zwischen beschriebene Moment findet sich auf verschiedenen Ebenen im Forschungsdesign wieder. Ästhetische Theorien verdeutlichen, dass in der jeweiligen Slam-Performance ein Da-Zwischen im Sinne eines Zwischenraums (Seitz, 1998) zwischen den beteiligten Akteur_innen entsteht. Gleichzeitig bildet sich ein Da-Zwischen zwischen alltäglichen Wissensstrukturen und wissenschaftlichen Wissensstrukturen aus. Der „Strukturbruch“ (Schäffter, 2001), welcher auf Bildungsimpulse abhebt, dient zur Verdeutlichung dieser Transformationsprozesse. Das Zusammenspiel von Raum und Atmosphäre kennzeichnet eine umfassende Beeinflussung der Lernkultur (Gieseke, 2007a).

Da Lernkulturen nicht unmittelbar empirisch zugänglich sind, wird auf Basis der Annahmen zur „dichten Beschreibung“ (Geertz, 2001) der Science Slam in einer Perspektivenverschränkung analysiert. Erst durch diese Mehrperspektivität wird das inhärente Konstrukt der gestalteten Lernkultur als Da-Zwischen (Gieseke, 2007b) fassbar. Um zu verdeutlichen, wie feingliedrig Analysen in diesem Sinne ansetzen müssen, werden die Zugänge zum...

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