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Kompetenzentwicklung zum nachhaltigen Wirtschaften

Eine Längsschnittstudie in der kaufmännischen Ausbildung

Series:

Christian Michaelis

Der Autor untersucht die Kompetenzentwicklung zum nachhaltigen Wirtschaften bei kaufmännischen Auszubildenden im Ausbildungsverlauf. Das zugrunde gelegte Kompetenzmodell basiert auf einer Verschränkung kognitionspsychologischer mit verhaltenstheoretischen Annahmen. Den Kern dieses Models bilden die Handlungsintention, nachhaltig zu wirtschaften sowie das deklarative Wissen über Nachhaltigkeit und nachhaltiges Wirtschaften. Beide Skalen werden über kognitive und affektiv-motivationale Faktoren, wahrgenommene Wert- und Normorientierungen, unterschiedliche Lerngelegenheiten sowie soziodemografische Aspekte kontrolliert. Der Band belegt, dass eine Förderung von Kompetenzen hinsichtlich einer nachhaltigen Entwicklung ein wichtiges Desiderat in der beruflichen Bildung darstellt.

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7 Empirische Modellprüfung

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Eine zentrale Bedingung von Studien, die auf eine Veränderungsdiagnostik abzielen, besteht in der Sicherstellung einer vergleichbaren Outcome-Variable über die Zeit. Dieses Ziel wird primär unter dem Aspekt der Konstruktvalidität diskutiert (von Davier, et al., 2008, S. 143), bei dessen Sicherstellung vor allem messinvarianzprüfende Testverfahren eingesetzt werden. Mit dem Ziel einer vergleichbaren Outcome-Variable über die Zeit werden als erstes die Leistungsskalen der einzelnen Messzeitpunkte einzeln mittels des einparametrischen dichotomen Rasch-Modells (für den deklarativen Wissenstest) sowie Partial-Credit-Modells (für den SJT) skaliert (vgl. Abschnitt 7.1). Dieses Vorgehen zielt primär auf die Identifikation von messfehlerbehafteten Items ab, zeigt aber auch erste Informationen zu den interessierenden Konstrukten auf. Aufgrund der Annahme der Gültigkeit des Rasch-Modells werden anschließend über Modellgeltungstests die Bedingungen des Rasch-Modells (vgl. Abschnitt 6.5.1) für die einzelnen Leistungsskalen und Messzeitpunkte geprüft (Abschnitt 7.2). Für die Prüfung der Messinvarianz bei der Diagnostik von Leistungsveränderungen haben sich für IRT-Modelle DIF-Analysen etabliert (vgl. Reise, Widaman, & Pugh, 1993), um eine Item-Parameter-Drift zu prüfen. Diese Analyse ist ein zentrales Ziel des Abschnitts 7.3. Darüber hinaus wird die Reliabilitätsprüfung der leistungsvarianzerklärenden Skalen im abschließenden Abschnitt 7.4 beschrieben sowie geprüft.

7.1 Messzeitpunktspezifische Skalierung der Leistungsskalen

Für eine reliable Messung der Kompetenzentwicklung werden in einem ersten Schritt alle Leistungsskalen zu jedem Messzeitpunkt einzeln skaliert. Dieses Vorgehen zielt auf die Identifizierung von messfehlerbehafteten Items ab und dient zeitgleich der Erzeugung von Ankerparameter...

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