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Facetten der Einsamkeit in musikalischen Monodramen des 20. Jahrhunderts

Musikdidaktische Zugänge

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Corinna Müller-Goldkuhle

Die Autorin widmet sich musikalischen Monodramen, einer besonderen Strömung des Musiktheaters im 20. Jahrhundert. In den Bühnenwerken für nur eine Singstimme wird die Einsamkeit häufig zu einem zentralen und zeitlos aktuellen Thema. Ebenso aus musikhistorischer wie musikdidaktischer Perspektive geht dieses Buch daher der Frage nach, auf welche Weise die Stücke Zugänge zur grundlegenden, menschlichen Erfahrung der Einsamkeit ermöglichen können. Dabei entstehen vier toposanalytisch und interdisziplinär angelegte Modelle zu «Erwartung» von Arnold Schönberg, «La Voix humaine» von Francis Poulenc, «Dnevnik Annï Frank» von Grigori S. Frid und «Neither» von Morton Feldman. Zugänge über Bilder, Inszenierungen und biografisches Material runden die Ansätze ab. Musikalische Monodramen erscheinen auf diese Weise grundsätzlich in neuem Licht.

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2 „Mais avec l’appareil c’est fini, c’est fini“ – das Telefondrama La Voix humaine (1959) von Francis Poulenc

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2 „Mais avec l’appareil c’est fini, c’est fini“ – das Telefondrama La Voix humaine (1959) von Francis Poulenc

2.1 Einführung

2.1.1 Entstehung

Uraufgeführt wurde La Voix humaine. Tragédie lyrique en un acte am 6. Februar 1959 in der Opéra-Comique in Paris. Es ist Francis Poulencs letztes Opernwerk und wird von Keith W. Daniel als besonders kraftvolles und erfolgreiches Monodrama eingestuft, wenn er schreibt: „Poulenc discovered the poetry in this play, and turned it into a remarkable operatic monodrama, perhaps the most powerful and most successful example of that genre.“653

Als Hervé Dugardin, der Chef des Ricordi-Verlags, mit dem Kompositionsauftrag an Francis Poulenc herantrat, hatte er den Wunsch geäußert, die Hauptrolle mit Maria Callas zu besetzten. Poulenc erinnerte sich hinsichtlich der Frage, ob Jean Cocteau ihn dazu angeregt habe, das Stück zu vertonen, in einem Interview:

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