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Transiträume und transitorische Begegnungen in Literatur, Theater und Film

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Edited By E.W.B. Hess-Lüttich, Sabine Egger and Withold Bonner

In Literatur und Medien sind Bahnhöfe, Flughäfen, Häfen, Parkplätze (und die damit assoziierten Verkehrsmittel) allgegenwärtig. Das gilt auch für Flüchtlingslager und deren Umgebungen. Angesichts transnationaler Mobilität als Alltagserfahrung sind «Transiträume» (Foucault), «Räume» (de Certeau), «Nicht-Orte» (Augé) und «liminale» Räume (Turner) im «Grenzbereich» (Lotman) zu einem unübersehbaren Topos geworden. In der Sprach-, Literatur- und Kulturtheorie trägt das Konzept des «spatial turn» dieser Entwicklung Rechnung. Transitorische Begegnungen in Grenzbereichen sind zugleich eine Herausforderung für das offene Konzept der Interkulturalität. Dies diskutiert der vorliegende Band anhand von Fragen wie diese: Was für Begegnungen finden in Transiträumen statt? Stellen derartige Begegnungen bestehende Identitätskonzepte in Frage? Kann ein Transitraum einen Rahmen für Transdifferenz oder Hybridität bilden? Wie beeinflusst die Bewegung in verschiedenen Transportmitteln sinnliche und kulturelle Perspektiven? Wie unterscheiden sich Räume in verschiedenen Gattungen, Medien oder Künsten? Wie stehen sie miteinander in Bezug? Experten interkultureller Germanistik aus aller Welt antworten darauf in ihren Beiträgen aus literatur-, kultur- und medienwissenschaftlicher Sicht.

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W.G. Sebalds „Transmigration“ zwischen Räumen, Zeiten und Sprachen: eine „unheimliche Heimat“ (Elena Polledri)

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Elena Polledri (Udine)

W.G. Sebalds „Transmigration“ zwischen Räumen, Zeiten und Sprachen: eine „unheimliche Heimat“

Abstract: Transmigration is a key element in Sebald’s poetry, where the transit is topographical (between different places), historical (between different times), and linguistic (between different languages). On the one hand, transitional spaces symbolise the homeless migration of his characters (topographical transmigration) and become literary places of memory that connect past and present (historical transmigration). On the other hand, plurilingualism and translation allow the transit between different languages (linguistic transmigration). This geographical, historical, and linguistic transit shows that the Heimat is irrevocably lost for Sebald’s transmigrants; it can be present only in absentia, in literature, as an “unheimliche Heimat” (“uncanny homeland”).

„Aber wo sind sie? du schweigst? du zögerst? Hüter des Hauses!

Hab ich gezögert doch auch! habe die Schritte gezählt,

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