Show Less
Restricted access

Verträge über individuelle Software nach deutschem und spanischem Recht

Series:

Matthias Schassek

Die individuelle Erstellung oder Anpassung von Softwarelösungen ist für Auftraggeber wie Auftragnehmer zumeist mit erheblichen wirtschaftlichen Risiken verbunden. Darüber hinaus wirft die rechtliche Behandlung solcher komplexen Langzeitprojekte zivilrechtliche Fragestellungen auf, für die weder das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) noch das spanische Zivilgesetzbuch, der Código Civil, ausdrückliche Regelungen enthält. Anhand konkreter Interessenkonflikte, wie sie in der Praxis immer wieder vorkommen, untersucht der Autor, zu welchen Lösungen Rechtsprechung und Rechtslehre auf spanischer Seite einerseits und auf deutscher Seite andererseits gelangen. Bei dem Rechtsvergleich wird von solchen Fallkonstellationen ausgegangen, bei denen die Vertragschließenden jeweils eine deutsche und eine spanische Firma sind. Dieses Buch versteht sich nicht nur als wissenschaftlicher Beitrag zur deutsch-spanischen Privatrechtsvergleichung, es wendet sich darüber hinaus auch an deutschsprachige Rechtsanwender, um diesen einen vertiefenden Einblick in die Behandlung von Software-Erstellungsverträgen nach spanischem Recht zu vermitteln.

Show Summary Details
Restricted access

B. Der Rechtsvergleich des sozialen Konflikts

Extract

← 40 | 41 →

B.  Der Rechtsvergleich des sozialen Konflikts

I.  Der soziale Konflikt

In der vorliegenden Arbeit sollen solche Unterschiede aufgezeigt werden, die sich ergeben, je nachdem ob ein Vertrag über individuelle Software nach spanischem oder nach deutschem Recht zu beurteilen ist. Methodisch soll so vorgegangen werden, dass bestimmte, im Rahmen eines Vertrages über individuelle Software typischerweise auftretende Konflikte dargestellt und anschließend Lösungen unter Anwendung jeweils von deutschem und spanischem Obligationenrecht vorgestellt werden, um diese schließlich miteinander zu vergleichen. Dabei ist gedanklich von solchen Fallgestaltungen auszugehen, bei denen die Vertragspartner – also die Softwarefirma einerseits und der Auftraggeber andererseits – ihren Firmensitz in dem jeweils anderen Land haben. Das tertium comparationis soll demgemäß – entsprechend der sog. funktionalen Methode66 – der jeweilige soziale Konflikt sein, der in der Rechtswirklichkeit bei Verträgen über individuelle Software typischerweise in Erscheinung tritt, wenn die Vertragspartner ihren Firmensitz in dem jeweils anderen Land haben.

II.  Rechtsvergleich möglich?

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.