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Modellierung des Staatsbudgets auf der Ebene der Bundesländer

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Anett Großmann

Die Autorin untersucht die finanzielle Lage der öffentlichen Haushalte, die sowohl von der demografischen und wirtschaftlichen Entwicklung als auch von den finanziellen Verflechtungen innerhalb des Staatssektors beeinflusst wird. Die Bedeutung dieser Faktoren tritt besonders bei regionaler Betrachtung hervor. Die Modellierung des Staatsbudgets auf der Ebene der Bundesländer hat zum Ziel, die Ursachen, Kausalzusammenhänge und den Einfluss des Länderfinanzausgleichs abzubilden. Dazu wählt die Autorin einen integrierten und umfassenden Ansatz, mit dem zukünftige Entwicklungsrichtungen aufgezeigt werden können. Sie diskutiert eine Auswahl der in der Öffentlichkeit diskutierten Reformvorschläge zur Neuordnung des Länderfinanzausgleichs hinsichtlich ihrer gesamtwirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen.

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6. INFORGE/LÄNDER-Modell

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6.  INFORGE/LÄNDER-Modell

Das Modell INFORGE ist ein makroökonometrisches Input-Output-Modell für Deutschland [West 1995, S. 211 f., Eurostat 2008, S. 527 ff., Winker 2010, S. 123 f.]. INFORGE wurde Anfang der 90er Jahre von Meyer und Ewerhardt entwickelt und wird seitdem jährlich aktualisiert und erweitert. Das Modell wird für ökonomische Prognosen und Simulationen eingesetzt [Ahlert/Stöver/Wolter 2015, Drosdowski et al. 2010, Meyer 2010, Meyer/Ewerhardt 2001].

Eine Erweiterung des Modells INFORGE stellt die explizite Modellierung der 16 Bundesländer (LÄNDER) dar, die erstmals 2003 vom IAB in Nürnberg eingesetzt wurde [Distelkamp et al. 2003, Lichtblau/Meyer 2005, Mönnig/Wolter 2015].

Das INFORGE/LÄNDER-Modell gibt die ökonomischen Impulse für die Einnahmen und Ausgaben im Staatssektor vor. Der Wachstumspfad nimmt u. a. Einfluss auf die Steuereinnahmen. Die Modellierung des Staates (vgl. Kapitel 5) ersetzt die bisher in INFORGE vorhandene komprimierte Staatsmodellierung und erweitert diese zur Abbildung der Umverteilungseffekte innerhalb des Staates (Länderfinanzausgleich). Auch die LÄNDER-Modellierung wurde wenn notwendig angepasst und erweitert (siehe Abschnitt 6.3).

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