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Die Prüfung des Corporate Governance-Reportings

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Klaus Christian Jürgensen

Der Autor untersucht die Tatsache, dass die drei Publizitätselemente der Corporate Governance, nämlich der Corporate Governance-Bericht, die Entsprechenserklärung und die Erklärung zur Unternehmensführung nicht extern, gesetzlich und inhaltlich geprüft werden. Dies verstößt gegen das europa- und nationalrechtlich viel beschworene Gebot der Transparenz von Unternehmensberichten. Transparenz kann nur durch eine externe, gesetzliche und inhaltliche Prüfung durch den Abschlussprüfer erreicht werden. Der Autor verfasst einen Vorschlag zur Neugestaltung der Erklärung zur Unternehmensführung, die alle mit der Corporate Governance zusammenhängenden Erklärungen und Berichte – insbesondere auch neue und zukünftige Unternehmensberichte – zusammenfasst und der Abschlussprüfung unterwirft.

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Vierter Hauptteil: Reformvorschläge

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A. Vorbemerkung

Es hat sich gezeigt, dass eine angenommene externe, gesetzliche, inhaltliche Prüfung des CG-Reportings im Rahmen der (Konzern-)Abschlussprüfung grundsätzlich keine besonderen prüferischen Herausforderungen zeitigt. Gleichwohl ist eine Einbeziehung der Elemente des CG-Reportings in die (Konzern-)Abschlussprüfung ohne Beseitigung der nicht unerheblichen Redundanzen der drei Elemente nicht zu empfehlen, weil sie die Gesellschaften, den (Konzern-)Abschlussprüfer und insbesondere die Stakeholder vor unnötige Probleme im Verständnis der CG-Reporting-Elemente stellt und damit Transparenz und Verständnis für die CG beeinträchtigt. Damit muss in einem ersten Schritt versucht werden, das Zusammenwirken der Elemente des CG-Reportings im Sinne einer verständlichen Kapitalmarktinformation so zu gestalten, dass Doppelangaben und inhaltliche Überschneidungen vermieden werden. Dies gilt auch im Hinblick auf die Prüfung des CG-Reportings.

Nachdem das Grünbuch vom 05.04.2011 die Frage Nr. 25 nach der externen, gesetzlichen, inhaltlichen Prüfung der Entsprechenserklärung und der EzU aufgeworfen hatte, waren Stimmen laut geworden, die eine solche Prüfung z.B. durch den WP befürworten, ohne im Einzelnen darzulegen, ob eine solche Prüfung im Rahmen der (Konzern-)Abschlussprüfung oder als Sonderprüfung ausgestaltet werden sollte.629 Als weitere potentielle Prüfer wurden auch andere private und öffentliche Stellen genannt und insbesondere das Enforcement-Verfahren nach §§ 342b ff. HGB und §§ 37n WpHG hervorgehoben.630

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