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Deutsch-türkische Beziehungen

Historische, sektorale und migrationsspezifische Aspekte

Edited By Wolfgang Gieler, Burak Gümüș and Yunus Yoldaş

Dieser Sammelband bietet einen umfassenden und aktuellen Einblick in die Geschichte, Dimensionen, Sachthemen und migrationsspezifische Aspekte der deutsch-türkischen Beziehungen aus der Sicht von Experten aus der Türkei und Deutschland.

Das Buch skizziert die Geschichte der deutsch-türkischen Beziehungen seit den osmanisch-preußischen bzw. osmanisch-habsburgischen Beziehungen bis in die Gegenwart und thematisiert historische sowie aktuelle Beispiele.

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Deutsche Waffen- und Kriegsmateriallieferungen an das Osmanische Reich während der Schlacht um die Dardanellen (Fahri Türk)

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Fahri Türk

Deutsche Waffen- und Kriegsmateriallieferungen an das Osmanische Reich während der Schlacht um die Dardanellen

Einleitung

Die deutsch-türkischen Beziehungen haben eine bald 300-jährige Tradition, die 1718 und damit in der Ära des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I. ihren Anfang nahmen. Eine deutliche Vertiefung erfuhren diese Beziehungen in der Phase von 1885–1895 dank der umfangreichen Waffenlieferungen, die auf Vermittlung des deutschen Missionschefs Wilhelm Leopold Colmar Freiherr von der Goltz zustande kamen. Von der Goltz war nicht nur mit der Reorganisation der Osmanischen Armee (1883–1895) befasst, wofür er u. a. den Ehrentitel „Paşa“ erhielt. Es gelang ihm auch, Sultan Abdülhamid II. davon zu überzeugen, hohe osmanische Offiziere zur militärischen Weiterbildung nach Potsdam an die Preußische Kriegsakademie zu entsenden und so den deutschen Einfluss auf die Hohe Pforte zu festigen. Der Sieg gegen Griechenland (1897), der Besuch Kaiser Wilhelms II. in Konstantinopel (1898) und der Bau der sog. Bagdadbahn (ab 1903) sind nur einige Beispiele für die Beziehungen, die nach der osmanischen Niederlage im Balkankrieg (1912/13) im August 1914 erst zur Unterzeichnung eines Bündnisvertrages und schließlich zum Eintritt des Osmanischen Reiches an der Seite der Mittelmächte in den Ersten Weltkrieg mündeten.

In den deutschen Plänen kam der Hohen Pforte vor allem die Aufgabe zu, die Entente-Staaten durch militärische Aktionen in einen Mehrfronten-Krieg zu zwingen, was aber umfangreiche Waffenlieferungen voraussetzte, die wiederum durch die Blockade...

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