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Deutsch-türkische Beziehungen

Historische, sektorale und migrationsspezifische Aspekte

Edited By Wolfgang Gieler, Burak Gümüș and Yunus Yoldaş

Dieser Sammelband bietet einen umfassenden und aktuellen Einblick in die Geschichte, Dimensionen, Sachthemen und migrationsspezifische Aspekte der deutsch-türkischen Beziehungen aus der Sicht von Experten aus der Türkei und Deutschland.

Das Buch skizziert die Geschichte der deutsch-türkischen Beziehungen seit den osmanisch-preußischen bzw. osmanisch-habsburgischen Beziehungen bis in die Gegenwart und thematisiert historische sowie aktuelle Beispiele.

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Die deutsch-türkische Beziehungen unter besonderen Berücksichtigung der dritten Amtszeit von Merkel (2013–2016) – eine schwierige oder eine strategische Partnerschaft? (İsmail Ermağan)

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İsmail Ermağan

Die deutsch-türkische Beziehungen unter besonderen Berücksichtigung der dritten Amtszeit von Merkel (2013–2016) – eine schwierige oder eine strategische Partnerschaft?

Einleitung

Im Folgenden sollen die seit gut 150 Jahren währenden Beziehungen zwischen Deutschland (der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt) und der Türkei (Rang 17 nach Kaufkraftparität) im Fokus stehen. Dabei soll insbesondere untersucht werden, ob diese Beziehungen strategischer oder kooperativer Natur sind, ob sie also von sich widersprechenden Interessen geprägt oder ob sie auf wechselseitige Vorteile ausgerichtet sind. Anlass dafür sind Äußerungen wie diejenige von Ruprecht Polenz, wonach die beiden Staaten zwar vornehmlich ihren eigenen Interessen folgen, aber die Möglichkeit einer tieferen Zusammenarbeit nicht ausschließen.1

Diese Beziehungen gelten heutzutage als schwierig, changieren sie doch in einem Gefüge, das durch Bruderschaft, Freundschaft, Risiko, Gefahr und sogar Abneigung geprägt ist. Dazu kommen Einflussfaktoren wie die Entwicklungen in der internationalen Politik, die eigenen (Sicherheits-) Präferenzen, die Einschätzungen der jeweiligen Regierungen, die sich aus den gemeinsamen Mitgliedschaften in internationalen Organisationen (vor allem UN, Europarat, NATO und OSZE) ergebenden Normen, die innenpolitischen Folgen der Migration (z. B. in Form der türkischen Mitbürger in Deutschland oder von DITIB) und nicht zuletzt die wirtschaftliche Verflechtung der beiden Volkswirtschaften, die wiederum den Spielregeln des EU-Binnenmarktes unterliegen.

Die Beziehungen zwischen den beiden Staaten reichen zurück bis in die Ära des Deutschen und des Osmanischen Reiches. Im Ersten Weltkrieg wa←207...

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