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Kontextprofile der deutschen Abtönungspartikeln und ihre Äquivalente im Chinesischen

Eine neue Perspektive für die Vermittlung der Abtönungspartikeln im DaF-Unterricht

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Shasha Li

Ziel dieses Buchs ist es, die Kontextprofile der deutschen Abtönungspartikeln mithilfe der Konstruktionsgrammatik, Satztyp- und Sprechakttheorie empirisch herauszuarbeiten. Dadurch erstellt die Autorin eine korpusbasierte, konkrete Übersicht über die in der Literatur oft als «hoch kompliziert» dargestellten Partikelverwendungen. Zusätzlich erarbeitet sie differenziert die chinesischen Entsprechungen der Abtönungspartikeln. Dafür wird parallel zur Feststellung der hochfrequenten Konstruktionen eine unidirektional ausgerichtete kontrastive Untersuchung Deutsch–Chinesisch durchgeführt. Auf diese Weise erstellt diese Studie die Kontextprofile von zehn deutschen Abtönungspartikeln und arbeitet ihre chinesischen Äquivalente heraus.

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7 Die Abtönungspartikeln halt und eben

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7 Die Abtönungspartikeln halt und eben

Diese beiden Abtönungspartikeln eben und halt werden in der Literatur oft zusammen abgehandelt, weil halt da als die süddeutsche Variante von eben gesehen wird (vgl. Franck 1980: 235; Bublitz 1978: 81; Weydt 1969: 35 usw.). Allerdings stellt schon Hentschel (1986: 178) fest, dass die regionalen Grenzen zwischen den beiden Abtönungspartikeln „sich zusehends verschieben oder sich gänzlich auflösen“. Für die Festhaltung der Vorkommensfrequenz beider Wortformen wertet Hentschel das Freiburger Korpus statistisch aus und kommt zum Schluss, dass die Wortform eben „als die weitaus häufigere Wortform resp. Partikel angesehen werden“ kann, was mit dem Ergebnis der KAEDING-Zählung übereinstimme (ebd.: 165). Möllering (2004: 105) zählt für ihre Untersuchung zu Abtönungspartikeln die Auftretensfrequenz der einundzwanzig Wortformen64, die als Abtönungspartikel fungieren können, in vier Korpora65 aus: Die Wortform eben steht auf dem 9. Platz, während die Wortform halt die 17. Stelle einnimmt. Die statistische Auswertung des Korpus des gesprochenen Deutsch ergibt jedoch ein völlig anderes Ergebnis: die Abtönungspartikel halt ist mit 1673 Belegen mehr als fünffach so frequent belegt wie die Abtönungspartikel eben, die sich im vorliegenden Korpus 361 Mal findet66. Damit ist die Abtönungspartikel halt im vorliegenden Korpus die am zweithäufigsten belegte Abtönungspartikel nach der Abtönungspartikel ja. Es ist auch interessant, wenn man die Vorkommnisse der beiden Abtönungspartikeln in Privatgesprächen und Institutionsgesprächen differenziert betrachtet: In den Privatgesprächen←153...

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