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Arbeitsmarktentwicklung und -regulierung

Zwischen Fachkräftemangel und Migration

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Edited By Stefan Kolev, Bernhard Seliger, Jüri Sepp and Ralph Michael Wrobel

Der Arbeitsmarkt stellt traditionell in vielen marktwirtschaftlich organisierten Gesellschaften einen Ausnahmebereich dar. Dabei darf nicht vergessen werden, dass es sich auch beim Arbeitsmarkt um einen Markt handelt, bei dem die Preisbildung durch Angebot und Nachfrage zustande kommt. Derzeit sind Fachkräftemangel und Migration die zentralen Themen.

Die Beiträge diskutieren die Interdependenz dieser beiden Entwicklungen sowohl aus volkswirtschaftlicher als auch aus betriebswirtschaftlicher Perspektive. Zusätzlich untersuchen sie sektorale Arbeitsmärkte in Europa sowie internationale Entwicklungen, sowohl im Hinblick auf die marktlichen Aspekte als auch auf die staatliche Regulierung. Damit bietet der Band einen vielseitigen Überblick über die derzeit meistdiskutierten Themen der Arbeitsmarktentwicklung.

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Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsentwicklung in Ostdeutschland: Herausforderungen, Probleme und Strategien für Sachsen (Michael Behr)

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Michael Behr

Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsentwicklung in Ostdeutschland: Herausforderungen, Probleme und Strategien für Sachsen

1.   Problemstellung

Transformationsprozesse bringen zahlreiche Probleme mit sich. Dazu gehören Arbeitslosigkeit und Veränderungen in der Demografie. Dies konnte auch in den Neuen Bundesländern in den letzten fünfundzwanzig Jahren festgestellt werden. Sachsen ist ein sehr gutes Beispiel dafür. Noch heute sind die Probleme der Transformation in Bundesländern wie Thüringen und Sachsen deutlich. Ziel dieser Arbeit ist, zu zeigen, wie man mit diesen Schwierigkeiten umgehen kann und wo Potenzial zur Verbesserung besteht. Dies soll anhand des Beispiels Sachsen als eine Erzählung in vier Akten ausgeführt werden. Dabei beschreibt der erste Akt die Tragödie zu Beginn des Transformationsprozesses, der zweite Akt die Auferstehung Sachsens als ein „Phönix aus der Asche“, der dritte Akt „Licht am Ende des Tunnels“ und der vierte Akt einen Ausblick auf die Chancen für Sachsen.

2.   Erster Akt: Die Tragödie zu Beginn

Keine Frage: am Anfang stand der Transformationsschock. Während das Institut der deutschen Wirtschaft (zitiert nach Handelsblatt vom 27. Februar 1990) noch im Februar 1990 davon ausging, dass es in der (damaligen) DDR keine nennenswerte Arbeitslosigkeit geben würde, weil man, am westdeutschen Wirtschaftswunder der 50er Jahre orientiert, mit jährlichen Wachstumsraten von 7,5 % rechnete, und der Strukturwandel der Wirtschaft durch neue Arbeitsplätze kompensiert werden würde, wurden die Menschen in den neuen...

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