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Darstellung der Tuareg-Rebellionen in Mali in deutschsprachigen Massenmedien

Eine text- und diskurslinguistische Medienanalyse anhand ausgewählter Zeitungsartikel

Series:

Djouroukoro Diallo

Die Publikation untersucht die mediale Repräsentation der Tuareg-Rebellionen aus dem westafrikanischen Land Mali in den Massenmedien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Anhand ausgewählter Zeitungsartikel zeigt der Autor den Wandel des deutschsprachigen Mediendiskurses über diese bewaffneten Konflikte von 1990 bis 2014, die den Medien den Tuareg zuschreiben. Zuerst unternimmt er eine „historische Kontextualisierung" der Tuareg-Rebellion. Im zweiten Teil erfolgt eine diskursive Analyse der Beschreibung der involvierten sozialen Akteurinnen und Akteure auf semantischer, syntaktischer und lexikalischer Ebene.

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7 Kapitel 1: Die Bevölkerungsgruppen im Norden Malis

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7Kapitel 1: Die Bevölkerungsgruppen im Norden Malis

7.1Einleitung

Maiga (1997) zufolge leben im nördlichen Teil Malis verschiedenste Völker. Sie teilten einen Lebensraum, in dem jede Gruppe fürs Überleben auf die Anderen angewiesen sei. Dies entspreche der berühmten Formel der Komplementarität, die seit Jahrhunderten die Verhältnisse zwischen den Menschengruppen geprägt haben soll. Magassa (2012) beschreibt dieses Verhältnis wie folgt:

« [Au nord du] Mali, cinq ethnies vivent en complémentarité compétitive parfois conflictuelle: les Sonrhaï, les Peuls et les Haoussas d’origine négro-africaine, les Touaregs d’origine Berbère et les Maures d’origine arabe. Une même organisation sociale de nobles, d’artisans et d’esclaves caractérise chacune de ces ethnies. Le mode de vie des nomades (Touaregs, Maures, Peuls) est en complémentarité écologique et économique avec les exploitations agraires des sédentaires (Sonrhaï et Haoussas) dans la vallée du fleuve Niger »

(Magassa 2012: 25).

Hierzu erwähnt Magassa (ebenda) zuerst die im Norden Malis zusammenlebenden Bevölkerungsgruppen mit ihren diversen Produktionsverhältnissen. Zudem zeigt er die ähnlichen sozialen Strukturen aller Gruppen auf, die als strenge hierarchisierte Kastengesellschaften funktionieren. Hinzu weist er auf die produktionsbedingt natürliche Ergänzung zwischen diesen verschiedenen Menschengruppen hin. Darauf basierend können die „Sesshaften“ (Songhoy, Bozos, Haussa etc.) von den „nomadischen“ Bevölkerungen (Tuareg, Mauren etc.) unterschieden werden (vgl. Maiga 1997).

Maiga (ebenda) hat eine ausführliche Darstellung der sozialen Kategorien der Songhoy-Gruppen unternommen....

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