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Nicknamen international

Zur Namenwahl in sozialen Medien in 14 Sprachen

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Edited By Peter Schlobinski and Torsten Siever

In der Onomastik und der Internetforschung wurden Nicknamen bisher stiefmütterlich behandelt. Dabei sind diese einzelsprachlich und kontrastiv zwischen unterschiedlichen Sprachen hochinteressant: und zwar im Hinblick auf Schriftsysteme, semantische und morphologische Aspekte. Wohl jeder Nutzer hat schon einmal überlegt, welchen Nick er sich zulegen möchte.

Der Band versammelt die Ergebnisse eines internationalen und sprachkontrastierend angelegten Projekts. Dabei analysieren die Beiträger analog aufgebaute Korpora nach gleichen (und auch sprachspezifischen) Parametern. Die Analysen decken die folgenden Sprachen ab: Arabisch (Marokkanisch), Chinesisch, Deutsch, Englisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Kroatisch, Luxemburgisch, Niederländisch, Portugiesisch, Russisch, Schwedisch und Spanisch.

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13 Schwedisch (Oliver Siebold)

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Oliver Siebold

13 Schwedisch

13.1 Sprachliche und kulturelle Besonderheiten

Das Schwedische mit seinen ca. 10,5 Mio. Sprechern gehört zu den nordgermanischen und hier wiederum zu den ostnordischen bzw. den festlandskandinavischen Sprachen. Im Königreich Schweden selbst und auf den zu Finnland gehörenden Åland-Inseln ist Schwedisch die alleinige Amtssprache, in Finnland ist es ansonsten gleichberechtigte Amtssprache mit dem Finnischen. Dort ist zugleich die größte schwedischsprachige Minderheit außerhalb des schwedischen Territoriums beheimatet (ca. 291 000 Sprecher). Die Bevölkerung Schwedens ist ebenfalls zu einem nicht geringen Teil zwei- oder mehrsprachig. Neben den autochtonen Regional- und Minderheitensprachen Samisch, Finnisch, Meänkieli und Romani betrifft das eine Vielzahl von Sprachen, die in den letzten Jahrzehnten durch Migration nach Schweden gelangt sind, wie Serbisch, Bosnisch und Kroatisch, Polnisch, Persisch oder Arabisch. 2016 lebten in Schweden ca. 2,3 Mio. Menschen, die im Ausland geboren wurden oder deren Eltern beide nicht in Schweden geboren sind (scb Population statistics).

Dem altnordischen Ursprung nach ist das Schwedische eine flektierende Sprache, es hat jedoch mit seiner reduzierten Morphematik Züge einer agglutinierenden Sprache entwickelt (Braunmüller 1999: 19). Hervorstechende morphologische Merkmale sind das Zwei-Genera-System aus Utrum und Neutrum, der suffigierte bestimmte Artikel (-en, -et) oder auch die Einheitsflexion für Präsens und Präteritum. Syntaktisch gesehen ist das Schwedische eine SVO-Sprache mit strikter Verbzweitstellung auch im Nebensatz. Das Phonemsystem des Schwedischen lässt sich mit neun vokalischen und 18 konsonantischen Phonemen erfassen,...

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